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title: Bewerbungsfotos verlieren an Bedeutung: Kompetenzen zählen mehr
canonical: https://talentmagazin.de/bewerbungsfotos-verlieren-an-bedeutung-kompetenzen-zaehlen-mehr/
author: Provimedia GmbH
published: 2026-08-09
updated: 2026-08-09
language: de
category: News
description: Bewerbungen sollten klare Profile, konkrete Kompetenzen und Erfahrungen zeigen; Fotos und Gehalt sind weniger entscheidend, Empfehlungen und Bewerberpools können helfen.
source: Provimedia GmbH
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# Bewerbungsfotos verlieren an Bedeutung: Kompetenzen zählen mehr

> **Autor:** Provimedia GmbH | **Veröffentlicht:** 2026-08-09

**Zusammenfassung:** Bewerbungen sollten klare Profile, konkrete Kompetenzen und Erfahrungen zeigen; Fotos und Gehalt sind weniger entscheidend, Empfehlungen und Bewerberpools können helfen.

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## Bewerbungsfotos verlieren an Bedeutung – klare Profile und konkrete Kompetenzen zählen

Im Zuge der anhaltenden Wirtschaftskrise steigen laut **MDR.de** die Arbeitslosenzahlen. Davon seien auch Branchen betroffen, denen noch vor Kurzem eine rosige Zukunft prophezeit worden sei. Für Bewerber steige damit der Druck, ihre Unterlagen und ihren Auftritt gezielt auf die Anforderungen von Unternehmen auszurichten.

Katharina Herrmann, Mitglied im Präsidium des Bundesverbands der Personalmanagerinnen und -manager, erklärt im Gespräch mit MDR AKTUELL, dass Bewerbungsfotos heute meist verzichtbar seien. Während ein Foto früher praktisch zu jeder Bewerbung und jedem Lebenslauf gehört habe, seien inzwischen vor allem Kompetenzen und Erfahrungen entscheidend.

Nach Ansicht Herrmanns können Fotos zudem Verzerrungen bei der Auswahl begünstigen, weil nicht das Aussehen, sondern die berufliche Eignung maßgeblich sein sollte. Einen praktischen Nutzen habe ein Bild lediglich dabei, eine Person beim Abholen am Empfang leichter wiederzuerkennen.

> Bewerbungsfotos seien heute meist verzichtbar, weil Kompetenzen und Erfahrungen entscheidend seien, erklärt Katharina Herrmann im Gespräch mit MDR AKTUELL.

- Kompetenzen und Erfahrungen sollen im Mittelpunkt stehen.

- Ein Foto kann laut Herrmann höchstens die Wiedererkennung beim Empfang erleichtern.

- Die klassische Papierbewerbung wird in vielen Unternehmen nicht bevorzugt, weil sie häufig eingescannt werden muss.

**Zusammenfassung:** Laut MDR.de ist ein Bewerbungsfoto heute in der Regel nicht notwendig. Entscheidend sind nachvollziehbare Erfahrungen und passende Kompetenzen.

## LinkedIn-Bewerbungen gelten als normale Bewerbungen

Bei Bewerbungen über soziale Netzwerke komme es laut Herrmann auf den jeweiligen Kontext an. Eine Bewerbung über LinkedIn sei grundsätzlich eine Bewerbung wie jede andere, zumal Recruiting-Tools die Daten aus LinkedIn direkt übertragen könnten und dadurch nicht zwingend ein separater Lebenslauf geschrieben werden müsse.

Eine Bewerbung über Papier werde dagegen an vielen Stellen nicht gerne gesehen, weil Unternehmen die Unterlagen häufig zunächst digitalisieren müssten. Für Bewerber bedeute die Nutzung eines Netzwerks jedoch nicht, dass sie weniger Sorgfalt auf ihre Bewerbung verwenden sollten.

Auch wenn Unternehmen Stellen beispielsweise über Instagram bekannt machten, ändere der Veröffentlichungsort nichts an der Qualität der Stelle. Nach Herrmanns Einschätzung sollte deshalb auch bei einer Bewerbung über soziale Medien derselbe Aufwand betrieben werden wie bei anderen Bewerbungswegen.

| Bewerbungsweg | Einordnung laut MDR.de | 

| LinkedIn | Bewerbung wie jede andere; Daten können über Recruiting-Tools direkt übertragen werden. | 

| Papier | Wird an vielen Stellen nicht gerne gesehen, weil Unterlagen häufig eingescannt werden müssen. | 

| Instagram | Kann zur Bekanntmachung von Stellen genutzt werden; der Kontext verändert nicht die erforderliche Qualität der Bewerbung. | 

**Zusammenfassung:** Digitale Netzwerke erleichtern den Bewerbungsprozess, ersetzen aber nicht die notwendige Sorgfalt. Die Qualität der Bewerbung soll unabhängig von der Plattform gleich bleiben.

## Mitarbeiterempfehlungen zählen zu den wichtigsten Recruiting-Kanälen

Aus Unternehmenssicht seien Netzwerke laut Herrmann eine sehr wichtige Quelle für die Personalsuche. Bei manchen Unternehmen sei das Programm „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ der ergiebigste Recruiting-Kanal und häufig auch der günstigste, weil keine hohen Marketingkosten anfielen.

Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis der Beschäftigten könnten besonders wirksam sein, weil die empfehlenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Unternehmenskultur, die konkrete Aufgabe und möglicherweise auch das Team kennen. Dadurch erfolge bereits eine Vorauswahl, bevor der Bewerber den weiteren Prozess durchlaufe.

Herrmann zufolge seien die empfohlenen Kandidaten typischerweise auch in den weiteren Auswahlprozessen erfolgreich. Für die Unternehmen entstünden zunächst keine Kosten; zugleich bestehe die Möglichkeit, dass der Mitarbeiter, der die Bewerbung vermittelt habe, eine Prämie erhalte.

- Netzwerke sind laut MDR.de eine wichtige Quelle für Unternehmen.

- „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ kann ein besonders ergiebiger Recruiting-Kanal sein.

- Empfehlungen ermöglichen eine Vorauswahl durch Beschäftigte, die Unternehmen und Aufgaben kennen.

- Für Unternehmen entstehen zunächst keine Kosten; der Werbende kann eine Prämie erhalten.

**Zusammenfassung:** Empfehlungen aus dem Umfeld der Beschäftigten verbinden geringe Kosten mit einer Vorauswahl, die auf Kenntnissen über Unternehmenskultur, Aufgabe und Team beruht.

## Gehaltsvorstellung soll nicht über gleichwertige Bewerbungen entscheiden

Wenn mehrere Bewerbungen als gleichwertig eingeschätzt werden, sollte nach Ansicht Herrmanns nicht automatisch die Gehaltsvorstellung ausschlaggebend sein. Als Personalerin würde sie sich dagegen aussprechen, die günstigste Arbeitskraft einzustellen.

Unternehmen sollten stattdessen auf Fähigkeiten und Ambitionen setzen, mit denen sie langfristig erfolgreich sein könnten. Der kurzfristige finanzielle Vorteil dürfe nicht das zentrale Ziel der Auswahl sein.

Das bedeute jedoch nicht, dass grundsätzlich der teuerste Kandidat ausgewählt werden sollte. Eine höhere Gehaltsvorstellung könne dann eine Rolle spielen, wenn ein Bewerber besonders überzeugt, zusätzliche Fähigkeiten mitbringt oder eine neue Idee für ein Projekt, einen Service oder ein Produkt entwickelt.

> Es könne nicht das Ziel eines Unternehmens sein, „die günstigste Arbeitskraft“ einzustellen, sondern auf Fähigkeiten und Ambitionen zu bauen, mit denen es längerfristig erfolgreich sein könne, sagt Katharina Herrmann laut MDR.de.

**Zusammenfassung:** Laut MDR.de sollte die Gehaltsvorstellung nicht isoliert über die Auswahl entscheiden. Maßgeblich seien langfristiger Nutzen, Fähigkeiten, Ambitionen und zusätzliche Impulse.

## Eine Absage beendet nicht automatisch jede Chance

Eine einmalige Absage bedeute laut Herrmann nicht, dass ein Bewerber für das Unternehmen dauerhaft verloren sei. Eine Person könne für eine andere Position im selben Betrieb besonders geeignet sein, auch wenn sie für die zunächst ausgeschriebene Stelle nicht ausgewählt worden sei.

Bewerber sollten deshalb nicht aufgeben, wenn sie eine Absage erhalten. Bei größeren Unternehmen könne sich zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Gelegenheit ergeben. Zusätzlich gebe es bei vielen Unternehmen die Möglichkeit, sich für einen Bewerberpool zu registrieren.

Über solche Bewerberpools könnten Interessierte neue Stellenanzeigen zugeschickt bekommen oder sich in eine Datenbank eintragen lassen. Für Recruiter sei es besonders hilfreich, auf Bewerber aus eigenen Quellen zurückgreifen und direkt Kandidaten vorschlagen zu können.

- Eine Absage gilt nicht automatisch für alle künftigen Positionen.

- Bei größeren Unternehmen können sich weitere Möglichkeiten ergeben.

- Bewerberpools informieren über neue Stellenanzeigen oder nehmen Kandidaten in Datenbanken auf.

- Eigene Bewerberdatenbanken sind laut MDR.de für Recruiter besonders nützlich.

**Zusammenfassung:** Bewerber sollten eine Absage nicht als endgültige Entscheidung gegen ihre Person verstehen. Bewerberpools können den Kontakt zu einem Unternehmen aufrechterhalten.

## Klare Strukturen helfen Personalern und KI-Systemen

Besonders geschätzt würden laut Herrmann Bewerbungen, die klar strukturiert herausarbeiten, warum eine Person zu einer Stelle passt. Dabei sollten die einzelnen Stationen des Lebenslaufs verständlich eingeordnet werden: Bewerber sollten erklären, warum sie sich für bestimmte Wege entschieden haben, was sie dabei gelernt haben und welchen Mehrwert sie daraus für die angestrebte Position mitbringen.

Eine solche Struktur sei nicht nur für Personaler hilfreich, sondern auch für Künstliche Intelligenz. Herrmann geht davon aus, dass KI künftig noch mehr Bewerbungen lesen werde als heute. Floskeln wie „dynamisch“ und „innovativ“ seien für KI-Systeme wenig aussagekräftig, während konkrete Angaben zu Fähigkeiten besser verarbeitet werden könnten.

Als Beispiel nennt Herrmann konkrete Kompetenzen wie eine bestimmte Programmiersprache oder agile Projektführung. Besonders hilfreich sei eine präzise Formulierung dann, wenn die entsprechende Kompetenz auch in der Stellenausschreibung genannt werde. Bewerber sollten deshalb möglichst genau die Begriffe aufgreifen, die für die ausgeschriebene Stelle relevant sind.

| Weniger aussagekräftig | Konkreter und präziser | 

| „Dynamisch“ und „innovativ“ | Kenntnisse in einer bestimmten Programmiersprache | 

| Allgemeine Floskeln | Agile Projektführung, wenn sie in der Stellenausschreibung genannt wird | 

**Zusammenfassung:** Klare Gliederung, konkrete Kompetenzen und eine enge Orientierung an der Stellenausschreibung verbessern laut MDR.de die Verständlichkeit für Personalverantwortliche und KI-Systeme.

## Lebenslauf auf die wesentlichen Punkte konzentrieren

Als entscheidenden Bewerbungstipp empfiehlt Herrmann, sich selbst von außen zu betrachten. Bewerber sollten prüfen, welche Punkte für die jeweilige Stelle wirklich relevant sind und welche Informationen sie unbedingt vermitteln möchten.

Eine solche Auswahl könne dazu führen, dass eine Bewerbung nicht mehr 17 Seiten, sondern nur drei umfasse. Herrmann rät zu einer klaren Gliederung und dazu, unter jeder Station etwa drei Anstriche mit den wichtigsten Aufgaben und Lernerfahrungen aufzuführen.

Gleichzeitig sollten Bewerber sich nicht verstellen. Eine Darstellung, die nicht der eigenen Person entspreche, könne im weiteren Verfahren auffallen und dazu führen, dass alle Beteiligten Zeit verlieren.

> Die Bewerbung solle sich auf die relevanten Punkte konzentrieren, klar gegliedert sein und die eigene Person nicht verstellen, lautet der abschließende Rat von Katharina Herrmann im MDR.de-Interview.

**Zusammenfassung:** Der abschließende Rat von MDR.de lautet, relevante Inhalte auszuwählen, die Bewerbung klar zu gliedern und die eigenen Erfahrungen präzise sowie authentisch darzustellen.

Quellen:
- [Personalerin verrät, warum Bewerbungsfotos heute bei der Jobsuche eher schaden](https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/tipps-personalerin-fotos-lebenslauf-linkedin-ki,bewerbung-122.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [talentmagazin.de](https://talentmagazin.de/bewerbungsfotos-verlieren-an-bedeutung-kompetenzen-zaehlen-mehr/)*
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