Da Nang richtet Berufsausbildung stärker am Bedarf der Unternehmen aus

Autor: Provimedia GmbH

Veröffentlicht:

Kategorie: News

Zusammenfassung: Das Da Nang Polytechnic College verzahnt Ausbildung, Praxis und Rekrutierung enger mit Unternehmen, um Fachkräfte bedarfsgerecht für wachsende Branchen auszubilden.

Berufsausbildung in Da Nang wird stärker an Unternehmensbedarf ausgerichtet

Das Da Nang Polytechnic College in Cam Le Ward, Da Nang, baut seine Zusammenarbeit mit Unternehmen aus, um Ausbildungsinhalte, praktische Erfahrungen und spätere Beschäftigungsmöglichkeiten enger mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu verbinden. Im Mittelpunkt stehen Kooperationen von der Entwicklung der Lehrpläne über Praktika bis hin zur Bewertung und Rekrutierung von Absolventen.

Nach Angaben von Vietnam.vn kooperiert das College mit der LG HVAC Academy. Studierende des Studiengangs Klima- und Kältetechnik erhalten praktische Schulungen zur Installation und Wartung moderner Systeme wie VRF und Multi-V gemäß Industriestandards. Außerdem strebt das College eine Kooperationsvereinbarung mit dem Novotel Da Nang Premier Han River an, um Praktika zu fördern, Ausbildungsprogramme zu verbessern und die Beschäftigungschancen nach dem Abschluss zu erweitern.

„Unternehmen sollten Absolventen nicht erst nach deren Abschluss rekrutieren, sondern sich von Anfang an an der Ermittlung des Personalbedarfs, der Anzahl und der Positionen von Stellen sowie der spezifischen Anforderungen für jeden Beruf beteiligen“, sagte Dr. Le Quang Hung, Rektor des Da Nang Polytechnic College.

Die Unternehmen sollen sich bereits an der Entwicklung und Aktualisierung von Ausbildungsprogrammen, Lehrplänen und Lernzielen beteiligen. Experten, Ingenieure und Personalvermittler können dabei neue Technologien, berufliche Qualifikationsanforderungen, branchenübliche Arbeitsnormen und den Personalbedarf einbringen.

Die Ausbildungsprogramme werden dadurch stärker auf praxisorientierte Übungen, Praktika und die Lösung realer beruflicher Probleme ausgerichtet. Unternehmen sollen außerdem Fachthemen anleiten, praktische Übungen und Karriereprojekte anbieten sowie die Leistungen der Studierenden beurteilen.

Die Studierenden besuchen Unternehmen demnach nicht nur, sondern arbeiten aktiv mit. Sie erhalten Zugang zu Maschinen, Anlagen und technologischen Prozessen und werden anhand ihrer praktischen Ergebnisse bewertet. Dr. Le Quang Hung betonte, dass die Lernenden nicht lediglich zu Besichtigungen in Unternehmen kommen, sondern sich dort aktiv einbringen sollen.

„Wichtig ist, dass die Studierenden nicht nur zum Besuch in die Unternehmen kommen, sondern sich aktiv einbringen“, betonte Dr. Le Quang Hung.

Durch die Praktika soll sich die Entwicklung der Studierenden von anfänglicher Unsicherheit und mangelndem Selbstvertrauen hin zu mehr Eigeninitiative zeigen. Der Ausbildungsweg führt nach Darstellung des Artikels vom Wissen zum Verstehen, vom Verstehen zur Anwendung und schließlich zur allmählichen Beherrschung des jeweiligen Fachgebiets.

Das Ziel der Berufsbildung besteht laut dem Bericht daher nicht allein darin, ein Handwerk zu vermitteln. Die Studierenden sollen vielmehr dazu befähigt werden, dieses Wissen praktisch auszuüben. Die Werkstätten der Schule sollen sich zunehmend an den Produktionsumgebungen der Unternehmen orientieren, während der Unterricht enger mit der realen Arbeitswelt verbunden wird.

Dr. Le Quang Hung beschreibt dafür einen geschlossenen Kreislauf: Unternehmen definieren die Anforderungen, die Schule organisiert die Ausbildung, Studierende absolvieren Praktika und praktische Übungen, und Unternehmen beteiligen sich an Bewertung und Rekrutierung. „Learning by Doing“ soll damit zu einem praxisorientierten Ausbildungsprozess werden.

Element der ZusammenarbeitAusgestaltung
BedarfsermittlungUnternehmen wirken an der Bestimmung von Personalbedarf, Stellen, Berufsfeldern und Kompetenzen mit.
AusbildungsentwicklungUnternehmen beteiligen sich an Ausbildungsprogrammen, Lehrplänen und Lernzielen.
PraxisStudierende arbeiten mit Maschinen, Anlagen und technologischen Prozessen.
BewertungUnternehmen beurteilen praktische Leistungen und berufliche Kompetenzen.
Übergang in BeschäftigungDie Zusammenarbeit soll die Rekrutierung geeigneter Fachkräfte nach dem Abschluss erleichtern.

Zusammenfassung: Das Da Nang Polytechnic College will die Berufsbildung von der Bedarfsermittlung bis zur Rekrutierung enger mit Unternehmen verbinden. Praktische Übungen, Unternehmensbeteiligung und arbeitsmarktgerechte Lehrpläne stehen dabei im Zentrum.

Honda Vietnam stellt Motorräder für praktische Ausbildung bereit

Auch am Da Nang College wird die Verbindung zu Unternehmen durch direkte Ausbildungsbeiträge und die Bestellung von Personal ausgebaut. Nach Angaben von Vietnam.vn hat Honda Vietnam weiterhin Motorräder für Lehr- und Praxistrainingszwecke gespendet.

Das Lernen an realen Geräten soll den Studierenden ermöglichen, neue Technologien kennenzulernen und ihre beruflichen Fähigkeiten bereits während des Studiums zu verbessern. Die praktische Ausbildung wird damit durch Ausrüstung ergänzt, die aus dem Unternehmensumfeld stammt.

Infobox: Honda Vietnam unterstützt die praktische Ausbildung am Da Nang College durch die Spende von Motorrädern für Lehr- und Trainingszwecke.

Ausbildungsprogramm mit VIAGS Da Nang wird erweitert

Das Da Nang College baut außerdem seine Zusammenarbeit mit der Vietnam Airport Ground Services Company Limited – Da Nang Branch, kurz VIAGS Da Nang, aus. Vorgesehen ist ein Ausbildungsprogramm für Fachkräfte in den Bereichen Automobiltechnik, Hotelmanagement, Restaurantbetrieb und E-Commerce.

Ein zentrales Merkmal dieses Modells ist laut Vietnam.vn, dass Unternehmen nicht außerhalb des Ausbildungsprozesses stehen. Sie wirken direkt an der Entwicklung der beruflichen Kompetenzen der Studierenden mit und ermöglichen den Zugang zu einem realen Arbeitsumfeld.

Die Studierenden sollen ihre Fähigkeiten dadurch gezielt an den Anforderungen des Arbeitsmarktes ausrichten können. Zugleich erweitern sich ihre beruflichen Chancen nach dem Abschluss, weil die Ausbildung stärker mit konkreten Tätigkeiten und betrieblichen Erwartungen verbunden ist.

Zusammenfassung: Die Kooperation mit VIAGS Da Nang verbindet die Ausbildung in vier Fachbereichen mit praktischen Anforderungen aus dem Unternehmensumfeld. Studierende erhalten Zugang zu realen Arbeitsbedingungen und sollen dadurch bessere berufliche Perspektiven entwickeln.

Neue Wirtschafts- und Technologiefelder erhöhen Bedarf an Fachkräften

Die stellvertretende Professorin Dr. Vu Thi Phuong Anh, kommissarische Rektorin des Da Nang College, misst der Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Unternehmen besondere Bedeutung bei. Als Grund nennt sie die Erweiterung des Entwicklungsraums von Da Nang sowie die Entstehung zahlreicher neuer Wirtschafts- und Technologiezentren.

Nach Darstellung von Vietnam.vn steigt durch die Entwicklung des Finanzzentrums, der Halbleitertechnologie, der digitalen Transformation und des Tourismus der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften. Die Berufsbildung erhält dadurch die Möglichkeit, direkt zur Bereitstellung von Personal für den Arbeitsmarkt beizutragen.

„Die Tatsache, dass die Hochschule direkt Kooperationsvereinbarungen mit Unternehmen abschließt, damit Studierende Praktika absolvieren und Lehrende in Unternehmen hospitieren können, ist von großer Bedeutung. Nach ihrem Abschluss haben die Studierenden direkt eine Anstellung in den Unternehmen, ohne weitere Schulungen zu benötigen“, sagte Dr. Vu Thi Phuong Anh.

Die Kooperationen umfassen damit nicht nur Praktika für Studierende, sondern auch Hospitationen von Lehrenden in Unternehmen. Ziel ist, dass Ausbildungsinhalte und praktische Anforderungen enger aufeinander abgestimmt werden.

Infobox: Als wichtige Wachstumsfelder nennt der Bericht das Finanzzentrum, die Halbleitertechnologie, die digitale Transformation und den Tourismus. In diesen Bereichen wird ein steigender Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften beschrieben.

Ausbildung nach Unternehmensaufträgen soll Beschäftigung erleichtern

In der Berufsbildung geht es nach Einschätzung des Berichts nicht allein um eine Erweiterung des Angebots oder eine größere Zahl von Studienfächern. Entscheidend sei vielmehr, Ausbildungsprogramme an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes auszurichten.

Dafür sollen Schulen proaktiv auf Unternehmen zugehen, während Unternehmen sich stärker an der Ausbildung beteiligen. Am Polytechnischen College Da Nang wird dieser Ansatz durch die schrittweise Erweiterung von Ausbildungsprogrammen auf Grundlage von Unternehmensaufträgen umgesetzt, insbesondere in Branchen mit hohem Fachkräftebedarf.

Für Unternehmen mit stabilem Personalbedarf entwickelt das College bedarfsgerechte Ausbildungsprogramme und Kurse. Die Unternehmen können dabei die Anzahl der Stellen, die Berufsfelder und die erforderlichen Kompetenzen der Absolventen mitbestimmen.

„Anstatt erst die Studenten auszubilden und ihnen dann einen Job zu suchen, müssen wir zuerst die Anforderungen des Arbeitsmarktes ermitteln und dann mit den Unternehmen zusammenarbeiten, um Schulungen zu organisieren, die diesen Anforderungen entsprechen“, erklärte Dr. Le Quang Hung.

Die Zusammenarbeit soll mehrere Ziele gleichzeitig erfüllen: Studierende sollen nach dem Abschluss einen Arbeitsplatz finden, Unternehmen geeignete Fachkräfte gewinnen und die Gesellschaft von qualifizierten Arbeitskräften profitieren. Für die Hochschule steht außerdem der Auftrag im Mittelpunkt, Fachkräfte für die sozioökonomische Entwicklung auszubilden.

Dr. Le Quang Hung hebt hervor, dass Ausbildung nicht bei der Vergabe von Abschlüssen enden soll. Studierende sollen Kompetenzen erwerben, einen Arbeitsplatz finden und Potenzial für eine langfristige berufliche Entwicklung besitzen.

„Ausbildung bedeutet nicht nur die Vergabe von Abschlüssen, sondern auch, Studierende so auszubilden, dass sie Kompetenzen erwerben, einen Arbeitsplatz finden und das Potenzial für eine langfristige berufliche Entwicklung haben“, bekräftigte Dr. Le Quang Hung.

Zusammenfassung: Unternehmensaufträge sollen dafür sorgen, dass Ausbildungsplätze und Lehrinhalte an konkreten Personalbedarfen ausgerichtet werden. Das Modell verbindet die Interessen von Studierenden, Unternehmen, Gesellschaft und Hochschule in einem gemeinsamen Ausbildungsprozess.

Quellen: