Gefälschte Jobangebote: Betrüger fordern Bewerber zu hohen Zahlungen auf
Autor: Provimedia GmbH
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Betrüger locken Jobsuchende mit gefälschten Stellenangeboten und verlangen Geld, Daten oder App-Zugriffe; Behörden raten zu gründlicher Prüfung und Anzeige.
Online-Betrug bei der Jobsuche: Gefälschte Stellenangebote setzen Bewerber unter Druck
Viele Arbeitssuchende werden weiterhin mit bekannten Betrugsmaschen konfrontiert, die den Wunsch nach einer schnellen und gut bezahlten Beschäftigung ausnutzen. Vietnam.vn berichtet über mehrere Fälle aus Ho-Chi-Minh-Stadt und warnt davor, Bewerbungsunterlagen, Unternehmensangaben und Zahlungsaufforderungen im Internet ungeprüft zu akzeptieren.
Eine Betroffene aus dem Stadtbezirk Binh Dong erhielt einen Link zu einer Anzeige, in der ein renommiertes Schulsystem eines führenden vietnamesischen Konzerns Verwaltungsmitarbeiter suchte. Nach ihrer Kontaktaufnahme bekam sie eine E-Mail mit der Aussage: „Ihr Profil passt hervorragend zu der potenziellen Stelle, die wir zu besetzen haben.“ Anschließend wurde sie zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen und aufgefordert, ein Bewerbungsformular herunterzuladen sowie einer Gruppe für ein „Online-Vorauswahlverfahren“ beizutreten.
In der Gruppe behaupteten sechs bis sieben Mitglieder, bereits eingestellt worden zu sein und die Anweisungen der Personalvermittler befolgt zu haben. Zunächst sollte die Bewerberin 100.000 VND überweisen. Danach wurde sie nach ihren Bankdaten gefragt, damit sie diesen Betrag zurückerhalten könne. Für einen dritten Test wurden anschließend Gebühren in Höhe von 84 Millionen, 100 Millionen und 150 Millionen VND verlangt.
Als die Bewerberin die Zahlung verweigerte, weil sie nicht genügend Geld auf ihrem Konto hatte, kontaktierten andere Gruppenmitglieder sie wiederholt privat. Sie behaupteten, selbst den Anweisungen gefolgt zu sein und das Geld zurückbekommen zu haben. Als Beleg schickten sie Screenshots über den Erhalt von 84 Millionen VND. Die Bewerberin glaubte den Angaben nicht und verließ die Gruppe.
Ein anderer Arbeitssuchender aus dem Stadtbezirk Vinh Hoi verlor bei der Suche nach einer Stelle mehrere zehn Millionen VND. Er hatte einer Anzeige eines Technologieunternehmens mit attraktivem Gehalt vertraut und wurde nach seiner Bewerbung über soziale Medien von einer Person kontaktiert, die sich als Personalvermittler ausgab.
Nach mehreren Nachrichten teilte der angebliche Vermittler mit, dass der Bewerber das Vorstellungsgespräch bestanden habe. Um die Bewerbung abzuschließen, sollte der Mann verschiedene Gebühren zahlen, darunter Schulungsgebühren, Kontoaktivierungsgebühren, eine Kaution für Ausrüstung und Uniformgebühren. Die Rückerstattung wurde für den Zeitpunkt der offiziellen Einstellung versprochen.
Um Vertrauen zu schaffen, erhielt der Bewerber Bilder von Dokumenten, einem Arbeitsvertrag und der angeblichen Firmenzentrale. Er überwies mehrfach Geld. Nachdem sich die Summe auf mehrere zehn Millionen Dong belief, brachen die angeblichen Anwerber den Kontakt ab. Eine anschließende Kontaktaufnahme über die offiziellen Kanäle des Unternehmens ergab, dass die betreffende Stelle dort nicht ausgeschrieben worden war und die Kontaktperson ein Betrüger war.
| Im Bericht genannte Zahlungsforderungen | Angabe |
|---|---|
| Erste Überweisung | 100.000 VND |
| Gebühr für den dritten Test | 84 Millionen VND |
| Gebühr für den dritten Test | 100 Millionen VND |
| Gebühr für den dritten Test | 150 Millionen VND |
Zusammenfassung: Die Betrugsmaschen kombinieren gefälschte Stellenanzeigen, angebliche Auswahlverfahren und Rückerstattungsversprechen. Besonders riskant sind Forderungen nach Überweisungen, bevor eine tatsächliche Beschäftigung begonnen hat.
Arbeitsvermittlungszentrum nennt zentrale Vorsichtsmaßnahmen
Nguyen Van Hanh Thuc, Direktorin des Arbeitsvermittlungszentrums von Ho-Chi-Minh-Stadt, erklärt laut Vietnam.vn, dass Arbeitsplatzverlust und Einkommensausfälle den Wunsch nach einer schnellen neuen Beschäftigung verstärken. Gerade deshalb sei die Wahl eines geeigneten und offiziellen Kanals für die Jobsuche ein wichtiger erster Schritt, um das Betrugsrisiko zu verringern.
Arbeitssuchende sollten sich nach ihren Angaben an offizielle Rekrutierungsstellen wenden, beispielsweise an das Arbeitsamt von Ho-Chi-Minh-Stadt. Dort können sie Beratung, Stellenangebote und Kontakte zu Unternehmen mit Personalbedarf erhalten. Gleichzeitig sollten Bewerber trotz dringender Jobsuche nicht ungeduldig werden.
Vor einer Bewerbung oder einem Vorstellungsgespräch empfiehlt das Arbeitsvermittlungszentrum, den Namen, die Adresse, die Branche und die Kontaktdaten des Unternehmens eigenständig zu überprüfen. Zusätzlich sollten Informationen über die konkrete Position, die Aufgaben, das Gehalt und die Arbeitsbedingungen eingeholt werden.
- Unternehmensname, Adresse, Branche und Kontaktdaten überprüfen.
- Position, Aufgaben, Gehalt und Arbeitsbedingungen klären.
- Bei Angeboten für „einfache Jobs mit hohem Gehalt“ besonders vorsichtig sein.
- Keine Gebühren, Kautionen oder Geldüberweisungen leisten, wenn diese Voraussetzung für die Bewerbung oder Einstellung sein sollen.
- Bei verdächtigen Informationen die Transaktion stoppen.
Zusammenfassung: Das Arbeitsvermittlungszentrum rät zu einer eigenständigen Prüfung des Unternehmens und der Stelle. Ein hoher Zeitdruck bei der Jobsuche sollte nicht dazu führen, dass Bewerber Prüfungen überspringen oder Zahlungen leisten.
Gefälschte Unternehmensauftritte und künstliche Intelligenz erschweren die Prüfung
Le Phuoc Hoa, Technologiedirektor eines Sozialunternehmens zur Betrugsbekämpfung, warnt laut Vietnam.vn davor, dass Betrugsmaschen bei der Personalbeschaffung immer professioneller und groß angelegter werden. Betrüger kopierten Logos und gäben sich als Webseiten oder Fanseiten seriöser Unternehmen aus.
Darüber hinaus würden gefälschte Einstellungsverfahren erstellt, die Vorstellungsgespräche, Stellenangebote und Arbeitsverträge einschließen. Bei Online-Rekrutierungssystemen erhielten Opfer zunächst einen kleinen Betrag, um Vertrauen aufzubauen. Danach würden sie unter Vorwänden wie „Einzahlung“, „Freischaltung einer Aufgabe“, „Konto-Upgrade“ oder „Auftragsabschluss“ zu weiteren Überweisungen bewegt.
Nach Angaben von Le Phuoc Hoa wird auch künstliche Intelligenz zunehmend verwendet, um gefälschte E-Mails, Bilder, Profile und Stimmen zu erstellen. Dadurch können sich Betrüger überzeugender als Unternehmen oder Personalvermittler darstellen.
„Jobsuchende sollten besonders auf drei Warnsignale achten: Aufforderungen zu Geldüberweisungen, um eine Stelle oder ein Gehalt zu sichern; überhöhte Gehälter im Vergleich zu den Stellenanforderungen, insbesondere wenn keine Berufserfahrung erforderlich ist oder kein Vorstellungsgespräch stattfindet; und Aufforderungen zur Installation von Apps, zur Angabe von Passwörtern oder Einmalpasswörtern (OTP) oder zur Übertragung der Gerätekontrolle.“
- Aufforderung zu Geldüberweisungen, um eine Stelle oder ein Gehalt zu sichern.
- Überhöhtes Gehalt im Verhältnis zu den Anforderungen der Stelle.
- Keine Berufserfahrung oder kein Vorstellungsgespräch trotz hoher Vergütung.
- Aufforderung zur Installation von Apps.
- Verlangen nach Passwörtern oder Einmalpasswörtern (OTP).
- Aufforderung zur Übertragung der Kontrolle über ein Gerät.
Vor der Bewerbung sollten Jobsuchende die offizielle Website des Unternehmens prüfen und über die Hotline Kontakt aufnehmen, um die aktuellen Informationen zum Bewerbungsprozess zu bestätigen. Wenn Bewerber unter Druck gesetzt werden, Geld zu überweisen, sollten sie laut dem Bericht nicht nachgeben, um vermeintlich keine Chance zu verpassen.
Zusammenfassung: Gefälschte Logos, Webseiten, Arbeitsverträge und digitale Identitäten können einen seriösen Bewerbungsprozess imitieren. Besonders auffällig sind Geldforderungen, unrealistische Gehälter sowie der Zugriff auf Apps, Passwörter, OTPs oder Geräte.
Rechtsanwalt empfiehlt Anzeige bei der Polizei
Rechtsanwalt Dao Tien Phong von der Anwaltskanzlei Investpush in Ho-Chi-Minh-Stadt rät Betroffenen, auch bei kleinen Geldbeträgen mutig Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Die Behörden könnten den Fall untersuchen, bearbeiten und weitere Gesetzesverstöße verhindern.
Der Bericht von Vietnam.vn stellt damit klar, dass Betroffene nicht aus Scham oder wegen der Höhe des Verlusts auf eine Meldung verzichten sollten. Eine Anzeige soll dazu beitragen, die verwendeten Betrugsstrukturen zu untersuchen und weitere Arbeitssuchende zu schützen.
Zusammenfassung: Auch bei kleinen finanziellen Schäden wird eine Anzeige bei der Polizei empfohlen. Betroffene sollen den Betrug melden, damit die Behörden die Fälle verfolgen und weitere Verstöße verhindern können.
Quellen: