KI-Talente prägen die Personalplanung und verschärfen die Arbeitsmarkt-Schere
Autor: Provimedia GmbH
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Unternehmen stellen verstärkt KI-Fachkräfte ein, während andere Tätigkeiten wegfallen; entscheidend werden praktische KI-Anwendungen und messbare Effizienzgewinne.
KI-Talente rücken ins Zentrum der Personalplanung
Viele Unternehmen könnten im kommenden Jahr vor allem Fachkräfte mit KI-Kompetenzen einstellen. Laut eu.36kr.com verschärft sich dadurch die Differenzierung des Personalbedarfs: Während Stellen in Frontend-Entwicklung, Test, Betrieb, Marketing und Design abgebaut werden, steigt die Nachfrage nach FDE-Frontbereitstellungsingenieuren, Agent-Entwicklern, KI-Bewertern, KI-Sicherheitsexperten und Full-Stack-Ingenieuren.
Die Entwicklung wird als branchenweite Rekonstruktion des Personalbedarfs beschrieben und nicht als Anpassung eines einzelnen Unternehmens. Als sichtbares Zeichen nennt der Beitrag die chinesische Personalplattform Maimai, deren Talentpool in „KI-Talente“ und „Nicht-KI-Talente“ unterteilt werde. In Screenshots des Maimai-Hintergrundsystems sei neben Filtermenü und Kandidatenavataren ein „KI-Talent-Label“ zu sehen.
Infobox: Der Beitrag beschreibt eine zunehmende Trennung zwischen KI-Talenten und Nicht-KI-Talenten. Besonders gefragt sind Fachkräfte, die KI in konkrete Unternehmensprozesse integrieren können.
Unternehmen beginnen früher mit der Rekrutierung
Die klassische Herbstpersonalbeschaffung der Internetbranche konzentrierte sich in den vergangenen Jahren auf die „Goldenen September und Silbernen Oktober“. Nach Angaben von eu.36kr.com wird der Beginn der Suche nach Nachwuchskräften jedoch seit dem vergangenen Jahr immer weiter vorverlegt.
Baidu startete demnach im Juli die Campuspersonalbeschaffung. Alibaba und ByteDance öffneten in der beschriebenen Woche den Kanal für Absolventen des Jahrgangs 2027, während DeepSeek bereits im Juni eine großangelegte Personalbeschaffung begonnen habe. Einige Spitzenpositionen im KI-Bereich würden mit „unbegrenzter Vergütung“ beworben. ByteDance habe zudem einen eigenen Early-Bird-Bewerbungskanal für KI-Produktmanager eingerichtet, über den eine Bewerbung schnellstenfalls innerhalb von zwei Tagen direkt zu einem Angebot führen könne.
Als Grund für den frühen Wettbewerb um Talente nennt der Artikel die lange Entwicklungszeit von KI-Fachkräften. KI-Talente benötigten ein bis zwei Jahre, um zu wichtigen Fachkräften im Geschäft zu werden. Unternehmen versuchten daher, sich frühzeitig einen Personalvorteil zu sichern.
Infobox: Die Rekrutierung wird vorgezogen, weil Unternehmen KI-Fachkräfte früh binden wollen. Genannt werden Campusprogramme von Baidu, Alibaba, ByteDance und DeepSeek.
Vom Spitzenforscher zum praxisorientierten KI-Fachmann
Die Logik der KI-Personalbeschaffung habe sich in diesem Jahr deutlich verändert. In den vergangenen Jahren hätten Unternehmen vor allem Spitzen-Algorithmen-Ingenieure gesucht: Master und Doktoren von Tsinghua, Peking-Universität, Fudan und Shanghai Jiao Tong-Universität, Erstautoren von Top-Konferenzpapieren sowie Personen mit umfassender Erfahrung in TensorFlow und PyTorch.
Diese Gruppe sei klein, sodass große Unternehmen direkt miteinander um dieselben Fachkräfte konkurrierten. Der Artikel nennt für diese Personen Jahresgehälter ab einer Million. Inzwischen rücke jedoch eine breitere Gruppe in den Mittelpunkt.
Die diesjährige Personalbeschaffung von Alibaba umfasse acht Berufsgruppen, darunter Algorithmus, Forschung und Entwicklung, Chips und Produkte. Bei ByteDance sei der Bedarf an KI-Produktstellen in der Campuspersonalbeschaffung um 20 % gestiegen. Meituan richte seine Campuspersonalbeschaffung auf Kernstellen in Technik, Produkten und Betrieb aus.
| Unternehmen oder Bereich | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Alibaba | Acht Berufsgruppen, darunter Algorithmus, Forschung und Entwicklung, Chips und Produkte |
| ByteDance | Der Bedarf an KI-Produktstellen ist um 20 % gestiegen |
| Spitzen-Algorithmen-Ingenieure | Jahresgehälter ab einer Million |
Infobox: Neben klassischen Spitzenforschern werden zunehmend Fachkräfte gesucht, die KI-Produkte und konkrete Geschäftsanwendungen entwickeln können.
Die KI-Arbeitsmarkt-Schere
Im Zentrum des beschriebenen Wandels stehen Beschäftigte, die KI in bestehende Geschäftsszenarien integrieren können. Gesucht werden Personen, die Agenten einsetzen, Workflows aufbauen und RAG in reale Systeme integrieren, um messbare Ergebnisse zu erzielen.
Nach Darstellung von eu.36kr.com müssen diese Fachkräfte nicht unbedingt Top-Konferenzpapiere veröffentlicht haben. Entscheidend sei vielmehr, dass sie Modelle in Unternehmen integrieren, Werkzeuge für nicht technische Berufe entwickeln, Betriebsabläufe mit Coding-Agenten innerhalb von zwei Wochen um die Hälfte verkürzen, Kundenservicekosten um ein Drittel senken oder die Ausgabegeschwindigkeit von Designern mit einem KI-Tool verdreifachen können.
Die Plattform Maimai habe diese strukturelle Veränderung früh erkannt. Lin Fan, CEO von Maimai, habe veröffentlicht, dass 80 % der KI-Talente auf Maimai aktiv seien. Eine große Zahl von Personalverantwortlichen und Headhuntern suche dort nach KI-Talenten. Führungskräfte von DeepSeek und Zhipu AI würden dem Beitrag zufolge selbst nach Personal suchen. Ihre Avatare trügen den Hinweis „Suche Lebensläufe“, während ihre Signaturen Formulierungen wie „Suche langfristig nach Mitarbeitern“ und „E-Mail-Adresse“ enthielten.
Parallel zur steigenden Nachfrage nach KI-Fachkräften berichtet der Artikel von Entlassungen in anderen Tätigkeitsfeldern. Nach Statistiken von Morgan Stanley sei die Arbeitslosenquote im US-amerikanischen Dienstleistungssektor für Angestellte im letzten Jahr aufgrund von KI um 15 % gestiegen.
Für die Technik- und Internetbranche nennt der Beitrag folgende Entlassungszahlen: Meta habe 8000 Mitarbeiter entlassen, Amazon 30.000 und Microsoft 8500. Bei den Entlassungen in den USA im Mai 2026 seien 40 % auf künstliche Intelligenz zurückzuführen.
| Bereich oder Unternehmen | Wert aus der Quelle |
|---|---|
| KI-Talente auf Maimai | 80 % |
| Arbeitslosenquote im US-amerikanischen Dienstleistungssektor für Angestellte | Im letzten Jahr aufgrund von KI um 15 % gestiegen |
| Meta | 8000 entlassene Mitarbeiter |
| Amazon | 30.000 entlassene Mitarbeiter |
| Microsoft | 8500 entlassene Mitarbeiter |
| Entlassungen in den USA im Mai 2026 | 40 % auf künstliche Intelligenz zurückzuführen |
Der Artikel bezeichnet diese Entwicklung als „KI-Arbeitsmarkt-Schere“. Die Stellenstruktur werde umgestaltet, während die K-förmige Spaltung der Wirtschaft auch den Arbeitsmarkt erfasse. Technikunternehmen könnten im kommenden Jahr möglicherweise tatsächlich nur noch KI-Talente einstellen.
Infobox: Die Nachfrage nach KI-Fachkräften wächst gleichzeitig mit Entlassungen in anderen Tätigkeitsfeldern. Als zentrale Kennzahlen nennt die Quelle 80 %, 15 %, 8000, 30.000, 8500 und 40 %.
Unternehmen kombinieren externe Rekrutierung und interne Umorientierung
Die umfassende Einführung von KI in großen Unternehmen werde laut eu.36kr.com auf zwei Wegen vorangetrieben. Einerseits rekrutierten Unternehmen externe Fachkräfte für die technische Basis und die hochgradige Anwendungsentwicklung. Gesucht würden Personen mit einem Hintergrund von C9-Universitäten, mindestens 985/211, veröffentlichten Papieren, Erfahrung und nachweisbaren Ergebnissen.
Diese Gruppe müsse langfristig ausgebildet werden. Deshalb sicherten sich große Unternehmen entsprechende Talente bereits bei der Campuspersonalbeschaffung.
Der zweite Weg ist die interne Umorientierung. Ehemalige F&E-Ingenieure würden durch KI-Schulungen zu Anwendungsentwicklern umgeschult. Gleichzeitig nutzten zahlreiche Beschäftigte in nicht technischen Berufen direkt Coding-Agenten, um ihre Geschäftsprozesse zu optimieren und ihre Eignung durch Effizienzsteigerungen nachzuweisen.
Die vollständige KI-Umorientierung bei Alibaba und Tencent habe bereits begonnen. Ein Verantwortlicher für die Campuspersonalbeschaffung bei Meituan teilte dem Artikel zufolge mit, dass 2026 ein neues „Prüfmodul für KI-Kompetenz“ eingeführt werde. Es gelte für Technik, Produkte und Betrieb.
Zusätzlich hätten 70,12 % der Unternehmen im E-Commerce-Bereich bereits eine an der KI-Effizienz gekoppelte Vergütungsanpassung gestartet oder bewerteten diese derzeit. Damit verschiebe sich die Branchennachfrage von der grundlegenden Algorithmenentwicklung zur praktischen Anwendung.
„Am seltensten sind interdisziplinäre Talente, die Geschäftsvorgänge verstehen und KI-Fähigkeiten in industriellen Wert umwandeln können.“
Infobox: Unternehmen setzen auf externe Spezialisten und die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter. Bei Meituan soll 2026 ein KI-Kompetenzmodul für Technik, Produkte und Betrieb gelten.
Praktische KI-Ergebnisse werden wichtiger als Toolnamen
Für die Mehrheit der Beschäftigten sieht der Beitrag den aussichtsreichsten Weg bei KI-Geschäftseffizienz-Talenten. Die ersten beiden Kategorien der Maimai-KI-Talent-Labels seien für die meisten Angestellten zu anspruchsvoll. Deshalb komme es darauf an, mit KI konkrete Arbeitsergebnisse nachzuweisen.
Eine Aufzählung von Toolnamen wie Doubao und DeepSeek im Lebenslauf reiche nicht aus. Bewerber sollten stattdessen angeben, welche Wirkung sie mit KI erzielt haben: ob die Arbeitsleistung um X % gestiegen, ein Projektzeitraum um X Tage verkürzt, eine bestimmte Anzahl an Zugriffen mit erstellten Werken erreicht oder ein praktisches Problem gelöst wurde.
Lin Fan, CEO von Maimai, formulierte laut Quelle eine provokante These:
„Wer wirklich Coding-Agenten beherrscht, lässt sie Aufgaben automatisch mehr als eine Stunde lang ausführen.“
Die eigenen Ergebnisse und Werke sollten im Lebenslauf oder auf der Maimai-Seite sichtbar gemacht werden. Dadurch könne der Algorithmus ein „KI-Talent“-Label zuweisen, sodass Personalverantwortliche und Headhunter die betreffende Person finden könnten.
OpenAI habe die interne KI-Nutzungsrate von 10 % auf 99,8 % in nur 8 Monaten gesteigert. Inländische Technikunternehmen folgten derzeit mit Hochdruck. Mit der beschleunigten Verbreitung von Agenten würden Technikunternehmen im kommenden Jahr möglicherweise tatsächlich keine Nicht-KI-Talente mehr einstellen.
Der Beitrag bewertet diese Entwicklung zugleich als Chance. Das Fenster für einen Überholvorgang in der Kurve sei unter den neuen Regeln noch nicht geschlossen. Beschäftigte sollten nicht abwarten, bis ihnen ein Label zugewiesen werde und sie bereits als „Nicht-KI“ eingestuft seien.
| Aspekt | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Interne KI-Nutzungsrate bei OpenAI | Von 10 % auf 99,8 % |
| Dauer der Steigerung bei OpenAI | 8 Monate |
| Empfehlung zur Prüfung von Coding-Agenten | Aufgaben automatisch mehr als eine Stunde lang ausführen lassen |
Infobox: Für Bewerber zählen laut Quelle messbare Resultate stärker als die bloße Nennung von KI-Werkzeugen. Sichtbare Projekte und nachgewiesene Effizienzsteigerungen sollen die Auffindbarkeit als KI-Talent verbessern.
Quelle
Quelle: eu.36kr.com, „Nächstes Jahr rekrutieren viele Unternehmen ausschließlich KI-Talente – Was das für Ihre Karriere bedeutet“. Der Beitrag stammt aus dem WeChat-Offiziellen Konto „Shi Tianhao Beobachtungen“ (ID: shitianhao01), Autor: Fleißiger Haozi, und wurde mit Genehmigung von 36Kr veröffentlicht. Die Quelle weist darauf hin, dass die dargestellten Ansichten ausschließlich die des Autors sind und die Plattform 36Kr lediglich Speicherplatz für Informationen bereitstellt.
Quellen: