Recruiting unter Druck: Kampagnen, schnellere Prozesse und KI gewinnen an Bedeutung
Autor: Provimedia GmbH
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Recruiting bleibt herausfordernd: Unternehmen setzen auf Kampagnen, effizientere Prozesse und KI, während der WIGEV mit persönlichen Geschichten erfolgreich um Fachkräfte wirbt.
Recruiting bleibt unter Druck – Unternehmen setzen auf Kampagnen, Prozesse und künstliche Intelligenz
Wiener Gesundheitsverbund startet dritte Runde seiner Recruiting-Kampagne
Der Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) hat die dritte Runde seiner Recruiting-Kampagne „Teil von etwas Großem – Was steckt noch in dir?“ gestartet. Im Mittelpunkt stehen erneut die Menschen hinter den unterschiedlichen Berufen im Gesundheitswesen und ihre persönlichen Interessen außerhalb des Arbeitsplatzes.
Beim WIGEV arbeiten mehr als 30.000 Menschen in über 60 verschiedenen Berufen. Neben Medizin und Pflege umfasst das Spektrum unter anderem MTDG, Verwaltung, Technik, Küche und Reinigung. Die Kampagne soll auch Berufsbilder sichtbar machen, die außerhalb des Gesundheitswesens weniger bekannt sind.
In der aktuellen Kampagnenrunde treten zwei neue Testimonials auf: Lena ist Radiologietechnologin und malt in ihrer Freizeit gerne auf der Leinwand. Dominik arbeitet als OP-Pfleger und Fachbereichskoordinator und fährt leidenschaftlich Gravelbike. Sie ergänzen die bereits bekannten Kampagnengesichter Mariam, Seidu und Max.
„Im Wiener Gesundheitsverbund arbeiten Menschen mit ganz unterschiedlichen Talenten, Interessen und Lebensgeschichten. Genau das möchten wir mit der Kampagne zeigen“, sagt Nina Brenner-Küng, Leiterin der Kommunikation im Wiener Gesundheitsverbund.
Seit 24. September 2026 ist die Kampagne wieder im Wiener Stadtbild präsent. Premiumboards, City Lights und eine Straßenbahn ergänzen die digitale Präsenz. Der Schwerpunkt liegt auf Social Media und Online-Werbung, wobei kurze Videos und Fotos auf die Karriere-Website des Wiener Gesundheitsverbundes führen.
Der WIGEV knüpft dabei an die Ergebnisse der vergangenen Kampagnenrunden an. In der zweiten Phase stiegen die Aufrufe der Karriere-Website im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent, die Besuche um zehn Prozent. Über Social Media wurden mehr als 5,3 Millionen Impressions und eine Reichweite von über 1,2 Millionen Personen erzielt. Zusätzlich führten mehr als 46.000 Klicks potenzielle Interessent*innen auf die Karriereseite. Die Zahl der Bewerbungen lag im Kampagnenzeitraum mit einem Plus von mehr als 7000 Bewerbungen über alle Berufsgruppen hinweg deutlich über dem Vorjahr.
| Beschäftigte im WIGEV | mehr als 30.000 |
| Berufe | über 60 |
| Start der aktuellen Kampagne | 24. September 2026 |
| Steigerung der Karriere-Website-Aufrufe | 18 Prozent |
| Steigerung der Besuche | zehn Prozent |
| Social-Media-Impressions | mehr als 5,3 Millionen |
| Social-Media-Reichweite | über 1,2 Millionen Personen |
| Klicks auf die Karriereseite | mehr als 46.000 |
| Zusätzliche Bewerbungen | mehr als 7000 |
Zusammenfassung: Der Wiener Gesundheitsverbund verbindet Arbeitgeberkommunikation mit persönlichen Geschichten seiner Beschäftigten. Die Kampagne setzt auf Präsenz im Wiener Stadtbild, digitale Reichweite und die Darstellung vielfältiger Berufswege.
Quelle: Wiener Gesundheitsverbund
ManpowerGroup: 39 Prozent der Unternehmen brauchen länger für die Besetzung offener Stellen
Nach einer Zusatzbefragung der ManpowerGroup zum Arbeitsmarktbarometer für das vierte Quartal 2026 dauert die Besetzung offener Stellen bei 39 Prozent der Unternehmen heute länger als noch vor einem Jahr. 17 Prozent berichten von kürzeren Besetzungszeiten, während 43 Prozent keine wesentliche Veränderung feststellen.
Als wichtigste Ursachen für längere Vakanzzeiten nennen die befragten Unternehmen fehlende Kompetenzen bei Bewerberinnen und Bewerbern sowie die mangelnde Verfügbarkeit qualifizierter Kandidatinnen und Kandidaten im lokalen Arbeitsmarkt. 46 Prozent führen fehlende Kompetenzen an, 45 Prozent den Mangel an qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten.
Weitere genannte Hindernisse sind unterschiedliche Erwartungen von Unternehmen und Bewerbenden mit 26 Prozent sowie Kontaktabbrüche seitens der Bewerbenden während des Bewerbungsprozesses mit 19 Prozent. 18 Prozent der Unternehmen finden seltener geeignete Kandidatinnen und Kandidaten über Empfehlungen oder berufliche Netzwerke.
| Unternehmen mit längeren Besetzungszeiten | 39 Prozent |
| Unternehmen mit kürzeren Besetzungszeiten | 17 Prozent |
| Unternehmen ohne wesentliche Veränderung | 43 Prozent |
| Fehlende Kompetenzen | 46 Prozent |
| Mangel an qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten | 45 Prozent |
| Unterschiedliche Erwartungen | 26 Prozent |
| Kontaktabbrüche im Bewerbungsprozess | 19 Prozent |
| Weniger geeignete Empfehlungen oder Netzwerkkontakte | 18 Prozent |
Die Untersuchung stellt dem Arbeitsmarktproblem interne Faktoren gegenüber. Unternehmen, die Stellen genauso schnell oder schneller als im Vorjahr besetzen, nennen vor allem eine bessere Zusammenarbeit zwischen HR und Fachbereichen. Dieser Faktor wird von 28 Prozent genannt.
22 Prozent verweisen auf schnellere interne Freigaben und Entscheidungen. Eine gezieltere Ansprache potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten, flexible beziehungsweise hybride Arbeitsmodelle sowie wirksamere KI-gestützte Verfahren zur Vorauswahl von Bewerbungen werden jeweils von 21 Prozent genannt.
- Bessere Zusammenarbeit zwischen HR und Fachbereichen: 28 Prozent
- Schnellere interne Freigaben und Entscheidungen: 22 Prozent
- Gezieltere Ansprache potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten: 21 Prozent
- Flexible beziehungsweise hybride Arbeitsmodelle: 21 Prozent
- Wirksamere KI-gestützte Verfahren zur Vorauswahl: 21 Prozent
„Recruiting-Erfolg hängt mehr denn je davon ab, wie schnell Unternehmen entscheiden, wie gut ihre Bereiche intern und mit Partnern zusammenarbeiten und wie konsequent sie Kandidatinnen und Kandidaten ansprechen“, sagt Faris Becirovc, Country Manager und Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland.
Die ManpowerGroup beschreibt Recruiting damit als Aufgabe, die nicht allein durch die Verfügbarkeit von Bewerberinnen und Bewerbern bestimmt wird. Entscheidend sei auch, wie effizient Personalbedarf, Recruiting, interne Prozesse und externe Workforce-Lösungen miteinander verbunden werden.
Das Arbeitsmarktbarometer, auch ManpowerGroup Employment Outlook Survey genannt, existiert seit über 60 Jahren und wird im Dreimonats-Rhythmus veröffentlicht. Die Studie misst repräsentativ die Erwartungshaltung von Arbeitgebern zur Beschäftigungslage ihres eigenen Unternehmens in Bezug auf das jeweils vorausliegende Quartal.
Zusammenfassung: Die Besetzung offener Stellen dauert bei 39 Prozent der Unternehmen länger als vor einem Jahr. Neben fehlenden Kompetenzen und qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten gelten interne Geschwindigkeit, Zusammenarbeit, Flexibilität und KI-gestützte Auswahlverfahren als entscheidende Einflussfaktoren.
Quelle: Presseportal, ManpowerGroup Deutschland GmbH
Metaview erhält $60M Series C für KI-Recruiting-Plattform
Metaview hat am 30. September 2026 eine Series-C-Finanzierungsrunde über $60 Millionen angekündigt. Die Runde wurde von Insight Partners angeführt; beteiligt waren GV, Intrepid Growth Partners, Seedcamp, Vertex Ventures US, Plural und Garuda Ventures. Damit steigt die Gesamtkapitalisierung des Unternehmens auf $110 Millionen.
Metaview wurde 2018 von den ehemaligen Uber- und Palantir-Führungskräften Siadhal Magos und Shahriar Tajbakhsh gegründet. Magos ist CEO, Tajbakhsh Mitbegründer und CTO. Nach Unternehmensangaben erfolgte die neue Finanzierungsrunde etwa ein Jahr nach der vorherigen Runde.
Das Unternehmen entwickelt KI-Agenten für verschiedene Phasen des Einstellungsprozesses. Die Plattform soll Kandidaten vor ihrer Bewerbung finden, Bewerbungen anhand von Stellenbeschreibungen prüfen, strukturierte Screening-Gespräche führen und menschliche Interviews in nutzbare Notizen umwandeln. Die Kriterien werden von Menschen festgelegt, und die endgültige Entscheidung bleibt bei Menschen.
Metaview gibt an, bisher mehr als 6 Millionen Aufnahmen von Einstellungsgesprächen erfasst zu haben. Mehr als 7.000 Unternehmen nutzen die Plattform. Zu den genannten Kunden gehören Deel, Affirm, Navan und Replit. Das Unternehmen erklärt außerdem, dass Kunden die Zeit bis zur Einstellung in einigen Fällen um mehr als 75 Prozent verkürzt haben.
| Series-C-Finanzierung | $60 Millionen |
| Gesamtkapitalisierung | $110 Millionen |
| Gründung | 2018 |
| Erfasste Gesprächsaufnahmen | mehr als 6 Millionen |
| Nutzende Unternehmen | mehr als 7.000 |
| Verkürzung der Zeit bis zur Einstellung in einigen Fällen | mehr als 75 Prozent |
Zum Angebot gehören Module für Sourcing, Application Review, Screening, Notes und Reports sowie der Recruiting-Agent fillmore. Die Plattform integriert sich laut Unternehmensangaben unter anderem mit Ashby, Greenhouse, Lever, Gem und SmartRecruiters.
Metaview verweist außerdem auf Sicherheitskontrollen auf Unternehmensebene, darunter SOC 2, die DSGVO und die CCPA-Datenschutzgesetze sowie Single Sign-On. Ein Prüfprotokoll soll die KI-Begründungen hinter den jeweiligen Ausgaben nachvollziehbar machen.
Fillmore erreicht allgemeine Verfügbarkeit
Metaview stellte fillmore am 9. Juni 2026 vor. Der autonome Recruiting-Agent recherchiert potenzielle Kandidaten, erstellt Ziellisten, formuliert personalisierte Ansprachen, verwaltet Nachverfolgungsgespräche und plant Treffen mit interessierten Kandidaten.
Fillmore arbeitet innerhalb von Slack. Recruiter und einstellende Manager können dort Suchanfragen verfeinern, Ansprachen anpassen, Pipelines prüfen und Prioritäten durch Gespräche neu ausrichten.
Am 11. August 2026 kündigte Metaview die Übernahme von Reval an. Das 2023 gegründete KI-Recruiting-Unternehmen recherchierte, screente und stellte Kandidaten für mehr als 100 Unternehmen und Recruiting-Agenturen bereit. Die Reval-Gründer Seth Tilliss und Aditya Gupta wechselten zu Metaview, um die Entwicklung von fillmore zu beschleunigen. Damals standen laut Metaview mehr als 2.000 einstellende Manager und Recruiting-Teams auf der fillmore-Warteliste.
Mit der Series C wird fillmore allgemein verfügbar. Metaview kündigt außerdem neue Spezialisten-Agenten an, darunter einen dedizierten KI-Screening-Agenten. In einem vom Unternehmen beschriebenen Beispiel recherchierte fillmore 52 Kandidaten, kontaktierte sie und vereinbarte fünf Screening-Gespräche. Vom ersten Fund bis zum unterschriebenen Angebot dauerte es in diesem Fall 30 Tage.
„Recruiting wird immer aktiv, während die Menschen die Kontrolle über die wichtigen Entscheidungen behalten“, schrieb Siadhal Magos.
Investitionen in Agenten, Ausbildung und New York
Die Finanzierung soll drei Prioritäten unterstützen: die Erweiterung der Plattform um neue Agenten für den gesamten Recruiting-Prozess, Investitionen in 10x Recruiting sowie die Eröffnung eines Büros in New York. 10x Recruiting umfasst eine Community und ein Trainingsprogramm für Recruiter, Talent-Operations-Mitarbeiter und Einstellungsleiter.
Das Programm baut auf dem von Metaview genannten Talent-Engineering auf. Darunter versteht das Unternehmen die Disziplin, KI-gestützte Einstellungssysteme zu entwerfen, zu betreiben und zu verbessern. Neben New York bestehen Teams in London und San Francisco.
Metaview plant, bis Ende 2027 von 80 auf 250 Mitarbeitende zu wachsen. Einstellungen sind in den Bereichen Engineering, Produkt, Design und Go-to-Market vorgesehen.
| Bestehende Mitarbeitendenzahl | 80 |
| Geplante Mitarbeitendenzahl bis Ende 2027 | 250 |
| Genannte Büros und Teams | London, San Francisco und New York |
| Von fillmore recherchierte Kandidaten im beschriebenen Beispiel | 52 |
| Vereinbarte Screening-Gespräche im beschriebenen Beispiel | fünf |
| Zeitraum vom ersten Fund bis zum unterschriebenen Angebot | 30 Tage |
Zusammenfassung: Metaview will mit $60 Millionen Series C seine KI-Recruiting-Plattform ausbauen, fillmore allgemein verfügbar machen und bis Ende 2027 die Mitarbeitendenzahl von 80 auf 250 erhöhen. Die Plattform soll administrative Aufgaben automatisieren, während Menschen Kriterien festlegen und endgültige Einstellungsentscheidungen treffen.
Quelle: Unite.AI
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