Mitarbeitersuche in Südtirol: Kleine Unternehmen punkten durch Wertschätzung und Kultur

Mitarbeitersuche in Südtirol: Kleine Unternehmen punkten durch Wertschätzung und Kultur

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Die Mitarbeitersuche in Südtirol wird durch den demografischen Wandel und Arbeitskräftemangel zunehmend schwieriger, doch kleine und mittlere Unternehmen können mit Wertschätzung und Unternehmenskultur punkten. Geeignete Rahmenbedingungen sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Mitarbeitersuche in Südtirol: Eine wachsende Herausforderung

Der demografische Wandel und der zunehmende Arbeitskräftemangel stellen Südtirols Unternehmen vor große Herausforderungen. Umso wichtiger wird es für Unternehmen, Mitarbeiter nicht nur zu gewinnen, sondern sie auch langfristig zu halten. Diese strategische Frage wurde in der 12. Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Unternehmer im Dialog“ behandelt, die kürzlich am Sitz des Unternehmerverbandes Südtirol stattfand.

„Inzwischen ist es nicht nur schwierig, Mitarbeiter zu finden, sondern es wird zunehmend zur Herausforderung, sie an das Unternehmen zu binden. Doch gerade kleine und mittlere Unternehmen können hier ihre Stärken ausspielen.“ – Stefan Barbieri, Vorsitzender des Komitees der Kleinunternehmer im Unternehmerverband Südtirol.

Stefan Barbieri betonte, dass kleine und mittlere Unternehmen mit persönlicher Wertschätzung, einer starken Unternehmenskultur und kurzen Entscheidungswegen punkten können. Diese Unternehmen bieten zudem vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten, die für die Mitarbeiterbindung entscheidend sind.

Barbara Siebenförcher, CEO der Siebenförcher GmbH, und Mauro Longi, CEO der ECS GmbH aus Belluno, berichteten aus ihrer unternehmerischen Praxis und hoben hervor, welche Faktoren für eine erfolgreiche Mitarbeiterbindung entscheidend sind. „Mitarbeiter schätzen flache Hierarchien, Handschlagqualität und Beständigkeit. Wer den Menschen Wertschätzung, Vertrauen und ein starkes Gemeinschaftsgefühl schenkt, schafft eine langfristige Bindung, die sehr oft weit über den Lohn hinausgeht“, erklärte Siebenförcher.

Longi ergänzte, dass ein attraktives Arbeitsumfeld entscheidend sei, um gute Köpfe zu halten. „Mitarbeiter bleiben dort, wo sie sich weiterentwickeln und Teil eines starken Teams sein können. Talente wollen gefördert werden, Ideen umsetzen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit dem Unternehmen wachsen“, so Longi.

„Kleine und mittlere Unternehmen haben hier einen entscheidenden Vorteil.“ – Mauro Longi, CEO ECS GmbH.

Die Unternehmer waren sich einig, dass die Unternehmen ihren Beitrag leisten müssen, um die Herausforderungen zu meistern. Gleichzeitig sind geeignete Rahmenbedingungen notwendig, damit Südtirol ein wettbewerbsfähiger Standort bleibt. Dies ist besonders wichtig für industriell organisierte Unternehmen, die innovativ und exportorientiert sind und somit höhere Gehälter zahlen können.

Um jungen Menschen Zukunftsperspektiven zu bieten und Arbeitskräfte von außerhalb zu gewinnen, sind jedoch auch gesellschaftliche Voraussetzungen erforderlich. Dazu zählen leistbarer Wohnraum, mehr Mietwohnungen, umfassende und flexible Kinderbetreuung sowie Bildungsangebote zur Entlastung von Eltern. Eine Strategie, die Südtirol als innovativen Produktionsstandort positioniert, und ein effizientes Welcome Center, das potenzielle Mitarbeiter unterstützt, sind ebenfalls von großer Bedeutung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Mitarbeitersuche in Südtirol zunehmend schwieriger wird, jedoch kleine und mittlere Unternehmen durch ihre Stärken in der Mitarbeiterbindung punkten können. Die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen ist entscheidend, um die Herausforderungen des Arbeitskräftemangels zu bewältigen.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Demografischer Wandel und Arbeitskräftemangel stellen Unternehmen vor Herausforderungen.
  • Kleine und mittlere Unternehmen können durch persönliche Wertschätzung und starke Unternehmenskultur punkten.
  • Geeignete Rahmenbedingungen sind notwendig, um Südtirol als wettbewerbsfähigen Standort zu erhalten.

Quellen: