Diversity Day 2026: Fortschritte und Herausforderungen im Recruiting und Arbeitsmarkt

19.05.2026 53 mal gelesen 2 Kommentare

Insights zum Diversity Day von Sarah Ben Allel

Am 19. Mai 2026 fand in Deutschland der Diversity Day statt, der auf die Vielfalt in der Arbeitswelt aufmerksam macht. Sarah Ben Allel, Chief People Officer bei Qonto, betont, dass Diversity im Recruiting oft an Lippenbekenntnissen scheitert. Qonto hat jedoch eine 50/50-Parität im Executive Team erreicht und setzt sich aktiv für Diversität ein. Sie erklärt, dass strukturelle Hürden für Frauen ein zentrales Problem in vielen Branchen darstellen und dass es wichtig ist, diese Hürden abzubauen.

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„Diversity ist bei uns kein Aktionstag, sondern das Grundprinzip jeder unternehmerischen Entscheidung, die wir treffen.“ - Sarah Ben Allel

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schaffung einer diversifizierten Belegschaft nicht nur eine Frage der Ethik, sondern auch der Geschäftsergebnisse ist. Diverse Teams führen zu besseren Entscheidungen und mehr Kreativität.

Erste Anzeichen einer Erholung des Arbeitsmarktes für Personaler

Im ersten Quartal 2026 wurden in Deutschland 5.420 HR-Stellen ausgeschrieben, was einen Anstieg im Vergleich zu 4.644 Stellen im vierten Quartal 2025 darstellt. Laut dem Hays-Fachkräfte-Index gibt es erste Anzeichen dafür, dass die offenen Stellen für Personaler in der kommenden Zeit weiter steigen könnten. Besonders die Positionen von HR Business Partnern und Personalreferenten haben sich positiv entwickelt.

Position Stellenanzeigen Q4 2025 Stellenanzeigen Q1 2026
HR Business Partner 733 888
Personalberater 401 502
Personalreferenten 1.196 1.426

Die Entwicklung zeigt, dass der Arbeitsmarkt für Personaler möglicherweise auf dem Weg der Besserung ist, auch wenn die Situation weiterhin angespannt bleibt.

Recruiting im Mittelstand: Herausforderungen und Lösungen

Die Personalberatung Heinrichs & Storp hebt hervor, dass unbesetzte Schlüsselpositionen im Mittelstand erhebliche finanzielle Risiken mit sich bringen. Oft werden nur die direkten Personalkosten berücksichtigt, während Folgeschäden wie entgangene Marktchancen und steigende Arbeitsbelastung der verbleibenden Mitarbeiter unterschätzt werden. Die Beratung plädiert für einen strategischen Ansatz im Recruiting, der Qualität, Schnelligkeit und kulturelle Passung berücksichtigt.

  1. Frühzeitige Definition einer klaren Recruiting-Strategie.
  2. Echte Auswahl statt Lebenslauf-Matching.
  3. Gezielte Direktansprache durch Personalberatung.
  4. Erfolgsbasierte Modelle und Probezeit-Garantien nutzen.

Durch diese Maßnahmen können mittelständische Unternehmen ihre Besetzungsgeschwindigkeit erhöhen und sich einen Wettbewerbsvorteil sichern.

Employer Branding und KI im Handel

Der Handel verzeichnet einen Anstieg der Bewerbungen, kämpft jedoch weiterhin mit einem Mangel an qualifizierten Fachkräften. Laut der EHI-Studie „Talents4Retail 2026“ haben 52 Prozent der befragten Händler mehr Bewerbungen erhalten, jedoch ist die Qualität der Bewerber oft unzureichend. Flexible Arbeitsbedingungen und der Einsatz von KI-gestützten Tools gewinnen an Bedeutung, um offene Stellen effektiver zu besetzen.

  • 89 Prozent der Händler berichten von zu hohen Ansprüchen der Bewerber.
  • 88 Prozent sehen mangelnde Qualifikation als Problem.
  • 71 Prozent führen ein unzureichendes Recruiting-Budget an.

Die Zukunft des Recruitings im Handel wird zunehmend durch den Einsatz von KI geprägt, um Prozesse effizienter zu gestalten und die Qualität der Bewerbungen zu verbessern.

Validato: Unterstützung für sichere Personalentscheidungen

Validato bietet Unternehmen in Deutschland digitale Background Checks und sichere Recruiting-Prozesse an. Die strukturierte Überprüfung von Bewerberdaten, bekannt als Pre Employment Screening, hilft, Risiken im Recruiting zu reduzieren. Unternehmen suchen zunehmend nach Lösungen, um die Qualität ihrer Personalentscheidungen zu verbessern.

Die Dienstleistungen von Validato umfassen Identitätsprüfungen, Referenzchecks und internationale Background Checks, die alle DSGVO-konform sind. Dies ermöglicht Unternehmen, schnellere und transparentere Recruiting-Prozesse zu implementieren.

Quellen:

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Also ich fand den artikel super interessant, besonders die stellenanzeigen für die Personaler die steigen. Aber ich denk mir da, sind die leute wirklich bereit zu arbeiten oder ist das nur so ein Trend? Man hört ja so oft das mittellaeute (also mittelstandsunternehmen) gegen wände laufen mit ihren offenen stellen. Ich mein, klar, vielleich liegen die anforderungen auch zu hoch? Wieso bewerben sich dann die leute nicht einfach und zeigen das sie es können? Die HR leute sollten vielleicht mal anders denken, oder?

Und die sache mit der diversity, die ist zwar wichtig, aber ich hab das Gefühl das viele firmen nur darüber reden, um gut dazustehen und das eigentliche problem von ungleicher bezahlung und so garnicht angehen. Kann gut sein, dass nicht jeder in der führungsetage die gleiche chance hat, sag ich mal. War schon immer so. Aber bei Qonto haben die ja anscheinend gute fortschritte gemacht, also kann man da vielleicht nachfolge lernen.

Das mit den KI-gestützten Tools im Handel finde ich auch interessant – da kann ich mir vorstellen, dass nicht jeder damit umgeht, schnell viel Qualität zu bekommen. Also die idee das bewerber den computer erstmal überlisten müssen oder so, klingt ja schon spannend. Aber wie findet man dann den richtigen gegenüber vom computer, wenn die leute oft auf der strecke bleiben? Beruf bekommt man ja nicht einfach so bei einem klick.

Naja, ich bin mal gespannt wie sich das alles entwickelt, ob die firmen es ernst meinen oder nur das gesicht wahren. Lasst uns die nächsten jahre mal beobachten und hoffen das sich was tut, cheers!
Ich fand den Artikel echt spannend und es ist cool zu sehen, dass solche Themen wie Diversität endlich mehr Raum bekommen! Sarah Ben Allel’s Ansatz bei Qonto klingt vielversprechend, vor allem das mit der 50/50-Parität im Executive Team. Das ist ein starkes Zeichen und zeigt, dass es auch anders geht. Oft kriegt man ja eher das Gefühl, dass viele Unternehmen nur reden, aber am Ende beim „alten Wein in neuen Schläuchen“ bleiben.

Was mich ein bisschen irritiert ist, dass, trotz der steigenden Stellenanzeigen für Personaler, viele Firmen immer noch Probleme haben, qualifizierte Bewerber zu finden. Irgendwie kann es ja nicht sein, das wir einerseits so viele Jobs haben und andererseits so viele Menschen, die keinen finden. Vielleicht ist das Problem auch vielschichtiger als gedacht. Ich stimme zu, das die Anforderungen manchmal einfach übertrieben sind, aber klar, wenn immer noch Kandidaten mit dem „Wunsch nach der eierlegenden Wollmilchsau“ kommen. Da fragt man sich dann schon: Wo sind die realistischen Erwartungen?

Ebenfalls interessant, dass bei den HR-Stellen gerade die Business Partner und Personalreferenten gefragt sind. Aber ich finde auch, dass da ein Umdenken stattfinden muss. Qualität vor Quantität, auch wenn das oft schwierig umzusetzen ist. Man muss halt den richtigen Fit finden und nicht nur nach dem Lebenslauf gehen. Da könnte ein strategischer Ansatz tatsächlich Wunder wirken.

Und das Thema KI im Handel finde ich auch spannend! Ich frage mich, wie viele Bewerber noch wirklich verstehen, wie man die Systeme richtig "belügt", um weiterzukommen. Das kann zu Frustration führen, sowohl für die Arbeitgeber, die dann unpassende Kandidaten hinstellen, als auch für die Bewerber, die am Ende einfach nicht in die richtigen Schubladen passen. Die ganze Sache mit den Background Checks durch Validato hört sich vielversprechend an. Ist wahrscheinlich keine schlechte Idee, um mal die Spreu vom Weizen zu trennen, gerade in einer Zeit, in der im Recruiting viele Unsicherheiten sind.

Ich hoffe wirklich, dass die Firmen nicht nur die schönen Worte in den Vordergrund stellen. Wenn Diversität und echte Chancengleichheit zu bloßen Buzzwords verkommen, verlieren wir alle. Lasst uns hoffen, dass mehr Unternehmen wie Qonto den Mut haben, das in die Realität umzusetzen und vielleicht auch die anderen dazu motivieren können. Cheers!
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