Vietnam kürt Top 50 der beliebtesten Arbeitgeber 2026

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06.11.2026 64 mal gelesen 3 Kommentare

Vietnam: Top 50 der beliebtesten Arbeitgeber 2026 angekündigt

Viet Research hat gemeinsam mit der Finance and Investment Newspaper die „Top 50 Most Preferred Employers 2026“ (MAE50) veröffentlicht. Das jährliche landesweite Forschungsprogramm zeichnet Unternehmen aus, die nach Angaben der Veranstalter einen bedeutenden Beitrag zu einem professionellen, positiven und kreativen Arbeitsumfeld leisten.

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Die Auszeichnung soll Unternehmen dazu anregen, ihre Personalbeschaffung und ihr Personalmanagement kontinuierlich an neue Entwicklungen anzupassen. In die MAE50-Liste werden Unternehmen aufgenommen, die drei Jahre in Folge zu den VBE500 – den Top 500 Arbeitgebern in Vietnam – und den VBW10 – den Top 10 besten Arbeitgebern in Vietnam – gehört haben.

Die vollständige Liste der Top 50 Most Preferred Employers 2026 sowie die Forschungsmethodik wurden auf dem Portal des Programms veröffentlicht. Die Bekanntgabe und Ehrungszeremonie soll im Dezember 2026 in Hanoi stattfinden.

„Die Liste würdigt Unternehmen, die seit drei Jahren in Folge zu den VBE500 - Top 500 Arbeitgebern in Vietnam und den VBW10 - Top 10 Besten Arbeitgebern in Vietnam gehören.“

Infobox: MAE50 zeichnet 50 bevorzugte Arbeitgeber aus. Die Ehrungszeremonie findet im Dezember 2026 in Hanoi statt.

Arbeitsmarkt steht vor Qualifikations- und Rekrutierungsdruck

Nach Angaben von Vietnam.vn lag der Anteil der ausgebildeten Arbeitskräfte mit Hochschulabschluss oder Zertifikat im dritten Quartal bei 30,4 %. Der Wert verweist laut dem Bericht des Statistischen Zentralamts zur Arbeitsmarktlage auf ein erhebliches Potenzial für die Personalentwicklung und auf die Notwendigkeit, Ausbildung und Arbeitsmarktanforderungen stärker aufeinander abzustimmen.

Eine landesweite Unternehmensumfrage von Viet Research aus dem dritten Quartal 2026 zeigt zugleich, dass viele Arbeitgeber ihre Belegschaften ausbauen wollen. 79,4 % der befragten Unternehmen planen, ihre Belegschaft in den nächsten sechs bis zwölf Monaten zu vergrößern.

Dem steht eine zurückhaltendere Einschätzung zur Verfügbarkeit geeigneter Fachkräfte gegenüber: 36,5 % der Unternehmen erwarten, dass die Suche nach passendem Personal einfacher wird. Die Differenz zwischen den beiden Werten verdeutlicht laut Quelle, dass ein hoher Einstellungsbedarf mit Skepsis hinsichtlich der Deckung dieses Bedarfs einhergeht.

AspektAngabe
Ausgebildete Arbeitskräfte mit Hochschulabschluss oder Zertifikat im dritten Quartal30,4 %
Unternehmen mit geplanten Neueinstellungen in den nächsten sechs bis zwölf Monaten79,4 %
Unternehmen mit Erwartung einer leichteren Personalsuche36,5 %

Infobox: Der Arbeitsmarkt verbindet einen geplanten Personalaufbau von 79,4 % der befragten Unternehmen mit einer deutlich vorsichtigeren Erwartung an die Verfügbarkeit geeigneter Bewerber.

Gehälter und Zusatzleistungen werden zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor

Der Rekrutierungsdruck wird laut Viet Research zusätzlich durch die Erwartungen der Bewerber und den Wettbewerb zwischen den Unternehmen verstärkt. 76,5 % der befragten Unternehmen bewerteten die zunehmend hohen Erwartungen der Bewerber sowie den Wettbewerb um Gehälter und Zusatzleistungen als signifikant oder sehr signifikant.

Damit hängt die Fähigkeit, geeignete Mitarbeiter zu gewinnen, nicht nur von den Anforderungen einer Stelle ab. Ebenso entscheidend ist der Mehrwert, den ein Unternehmen Bewerbern bieten kann, insbesondere durch Vergütung und zusätzliche Leistungen.

Infobox: Für 76,5 % der befragten Unternehmen sind Bewerbererwartungen sowie der Wettbewerb um Gehälter und Zusatzleistungen signifikant oder sehr signifikant.

Kenntnisse in KI und Automatisierung gewinnen an Bedeutung

84,1 % der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass Kenntnisse in KI- und Automatisierungsanwendungen in den nächsten zwei bis drei Jahren besonders gefragt sein werden. Die Entwicklung verbindet Personalbeschaffung mit Weiterbildung und Karriereentwicklung.

Unternehmen müssen ihren Mitarbeitern nach Darstellung der Quelle Möglichkeiten eröffnen, Kompetenzen zu erweitern, neue Aufgaben zu übernehmen und ihre Produktivität im Zuge technologischer Innovationen zu steigern. Damit wird die Qualifizierung bestehender Beschäftigter als Ergänzung zur Rekrutierung neuer Fachkräfte beschrieben.

Infobox: 84,1 % der Unternehmen erwarten in den nächsten zwei bis drei Jahren eine besonders hohe Nachfrage nach KI- und Automatisierungskenntnissen.

Gesundheitsleistungen und flexible Arbeitsmodelle sollen Beschäftigte binden

Bei der Mitarbeiterbindung spielen betriebliche Sozialleistungen eine zentrale Rolle. Eine Unternehmensumfrage von Viet Research aus dem dritten Quartal 2026 ergab, dass 87,3 % der Unternehmen regelmäßige Gesundheitschecks anbieten.

55,6 % verfügen über eine Premium-Krankenversicherung. Darüber hinaus bieten 57,1 % der Unternehmen Unterstützung bei der Wohnungssuche, beim Transport und flexible Arbeitszeitmodelle an.

Leistung oder MaßnahmeAnteil der Unternehmen
Regelmäßige Gesundheitschecks87,3 %
Premium-Krankenversicherung55,6 %
Unterstützung bei Wohnungssuche, Transport und flexible Arbeitszeitmodelle57,1 %

Diese Angebote sind laut Quelle eng mit praktischen Bedürfnissen im Berufs- und Privatleben verbunden. Unterstützung im Alltag kann die finanzielle Belastung verringern, während flexible Arbeitszeitmodelle dazu beitragen können, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren.

Infobox: Regelmäßige Gesundheitschecks sind mit 87,3 % die am häufigsten genannte Leistung unter den aufgeführten Maßnahmen.

Unternehmen wollen stärker in Arbeitsumfeld und Weiterbildung investieren

Die Investitionspläne für das kommende Jahr zeigen einen Schwerpunkt auf der Qualität der Arbeitsplätze. 92,1 % der befragten Unternehmen planen, ihre Investitionen in die Verbesserung des Arbeitsumfelds, der Unternehmenskultur und der Mitarbeitererfahrung zu erhöhen.

Weitere 85,7 % wollen mehr in Weiterbildung, Kompetenzentwicklung und Karrierewege investieren. 81,0 % planen, die Budgets für Gehälter und Sozialleistungen aufzustocken.

Geplante InvestitionAnteil der Unternehmen
Arbeitsumfeld, Unternehmenskultur und Mitarbeitererfahrung92,1 %
Weiterbildung, Kompetenzentwicklung und Karrierewege85,7 %
Gehälter und Sozialleistungen81,0 %

Viet Research betont, dass diese Prioritäten in konkrete Programme mit entsprechenden Ressourcen und Mechanismen zur Ergebnisevaluierung umgesetzt werden müssten. Dazu gehören transparente Bewertungskriterien, praxisorientierte Weiterbildung und eine verbesserte Führung.

Infobox: Die höchste Investitionspriorität liegt bei der Verbesserung von Arbeitsumfeld, Unternehmenskultur und Mitarbeitererfahrung mit 92,1 %.

MAE50 soll langfristige Arbeitgeberqualität sichtbar machen

Trotz Marktschwankungen hebt die Quelle die dreijährige, ununterbrochene Präsenz der MAE50-Unternehmen in den Rankings VBE500 und VBW10 hervor. Diese Kontinuität wird als Zeichen einer anhaltenden Stärke der Arbeitgebermarken beschrieben.

Die Anerkennung soll Unternehmen würdigen, die ein positives Arbeitsumfeld schaffen und in ihre Mitarbeiter investieren. Gleichzeitig sollen bewährte Ansätze in den Bereichen Weiterbildung, Vergütung und Unternehmenskultur verbreitet werden.

Für eine nachhaltige Entwicklung seien regelmäßige Dialogmechanismen erforderlich, damit Richtlinien an die Bedürfnisse der Beschäftigten angepasst werden können. Die Überwachung der Weiterbildungseffektivität und von Personalveränderungen soll außerdem eine bedarfsgerechte Ressourcenzuweisung ermöglichen.

  • Transparente Bewertungskriterien sollen die Arbeitgeberqualität nachvollziehbar machen.
  • Praxisorientierte Weiterbildung soll die Anpassung an neue Technologien unterstützen.
  • Verbesserte Führung soll die Qualität des Arbeitsumfelds stärken.
  • Regelmäßige Dialogmechanismen sollen die Anpassung von Richtlinien erleichtern.

Beschäftigte, die proaktiv lernen und sich an neue Technologien anpassen, können nach Darstellung der Quelle ihre Karrierechancen erweitern. Wenn die Verantwortlichkeiten von Unternehmen und Mitarbeitern miteinander verknüpft werden, könne die Qualität der Beschäftigung in Vertrauen und langfristige Wettbewerbsfähigkeit überführt werden.

Infobox: MAE50 verbindet die Auszeichnung bevorzugter Arbeitgeber mit den Themen Weiterbildung, Vergütung, Unternehmenskultur und langfristige Mitarbeiterbindung.

Veröffentlichung und Ehrungszeremonie im Dezember 2026

Die Bekanntgabe und Ehrungszeremonie für die Top 50 der beliebtesten Arbeitgeber 2026 soll im Dezember 2026 in Hanoi stattfinden. Die Ergebnisse werden laut Vietnam.vn außerdem auf dem Portal des Programms und in den Massenmedien veröffentlicht.

Quelle: Vietnam.vn, „Bekanntgabe der 50 beliebtesten Arbeitgeber 2026 – MAE50“.

Infobox: Die MAE50-Ehrung findet im Dezember 2026 in Hanoi statt.

Quellen:

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Interessant finde ich vor allem die Lücke zwischen den 79,4 % geplanten Neueinstellungen und nur 36,5 % erwarteter leichterer Personalsuche. Da wird Weiterbildung wohl wirklich zum entscheidenden Punkt, gerade bei KI und Automatisierung. Hoffentlich bleiben flexible Arbeitszeiten und gute Gesundheitsleistungen dabei mehr als nur schöne Zahlen für die Arbeitgebermarke.
Ich finde interessant, das schon wieder so viele in Weiterbildung und Arbeitsumfeld investieren wollen, aber bei solchen Umfragen ist halt immer die Frage wie das dann in echt aussieht und nicht nur auf dem Papier. 92,1 Prozent klingt natürlich super, aber „Mitarbeitererfahrung verbessern“ kann ja alles und nichts heißen, vom neuen Pausenraum bis zu wirklicher besserer Führung. Gerade bei den 85,7 Prozent für Weiterbildung müsste man eigendlich wissen, wieviele Beschäftigte die Kurse am Ende auch wirklich machen dürfen und ob dafür Arbeitszeit eingeplant wird. Sonst heißt es schnell man soll sich nebenbei noch KI selber beibringen, obwohl der normale Job schon voll ist.

Die 84,1 Prozent bei KI und Automatisierung wirken auch logisch, wobei nicht jeder gleich Programmierer werden muss. In vielen Berufen reicht warscheinlich schon, wenn Leute die neuen Systeme vernünftig bedienen können und verstehen, wo die Ergebnisse falsch sein könnten. Das wird manchmal vergessen, weil KI immer so klingt als würde sie alles automatisch lösen. Am Ende braucht man trotzdem Menschen, die kontrollieren und Entscheidungen treffen, sonst automatisiert man vieleicht nur die Fehler schneller.

Bei den Gesundheitsleistungen finde ich die 87,3 Prozent Gesundheitschecks auffällig hoch. Das ist sicher gut, aber ein Check einmal im Jahr ersetzt halt keine vernünftigen Arbeitszeiten und keine faire Behandlung durch Vorgesetzte. Auch flexible Modelle werden genannt, aber Homeoffice oder flexible Zeiten sind natürlich nicht in jeder Branche möglich, besonders nicht bei Fabrik, Transport oder Verkauf. Dann müsste es andere Formen von Flexibilität geben, zum Beispiel bessere Schichtplanung oder mehr Einfluss auf die Arbeitszeiten.

Was mir bei der Liste noch fehlt, ist wie die Beschäftigten selbst befragt wurden. Beliebtester Arbeitgeber kann ja bedeuten, dass viele Bewerber den Namen kennen, aber nicht unbedingt, dass die Leute dort langfristig glücklich sind. Die drei Jahre in den anderen Rankings sprechen zwar für eine gewisse Konstanz, beweisen aber meiner Meinung nach nicht automatisch, das intern alles gut läuft. Vielleicht wäre eine Bewertung nach Kündigungsquote, tatsächlicher Gehaltsentwicklung und Beschwerden auch interessant, auch wenn solche Zahlen natürlich schwer zu vergleichen sind.

Und die 76,5 Prozent wegen Gehältern und Zusatzleistungen zeigen schon, dass Arbeitgebermarke alleine nicht mehr reicht. Ein schickes Firmenvideo mit lächelnden Teams bringt wenig wenn das Gehalt nicht passt oder die Karrierewege unklar sind. Gerade bei den geplanten Neueinstellungen von 79,4 Prozent wird sich zeigen, welche Firmen wirklich bereit sind Geld und Zeit zu investieren. Die Lücke zu den nur 36,5 Prozent, die eine leichtere Personalsuche erwarten, ist jedenfalls ziemlich deutlich. Vielleicht werden deswegen die Arbeitgeber beliebter, die nicht nur neue Leute suchen, sondern ihre vorhandenen Mitarbeiter auch tatsächlich behalten.

Auch die 30,4 Prozent ausgebildeten Arbeitskräfte sollte man nicht einfach als Mangel an Talent verstehen. Es kann ja auch sein, dass Qualifikationen nicht passend zu den offenen Stellen sind oder Abschlüsse nicht richtig anerkannt werden. Da könnten Unternehmen selber mehr praktische Einstiege anbieten, statt immer den perfekten Lebenslauf zu verlangen. Insgesamt klingt die MAE50 daher interessant, aber entscheidend ist für mich weniger die Auszeichnung im Dezember 2026, sondern ob die Maßnahmen danach im Alltag ankommen. Sonst bleibt es am Ende eine schöne Rangliste mit vielen Prozentzahlen und wenig änderung für die Beschäftigten.
Die 92,1 % fürs Arbeitsumfeld klingen erstmal super, aber ohne klare Kontrolle bleiben solche versprechen doch schnell nur hübsche Arbeitgeberwerbung.
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