Arbeitskräftemangel setzt Industrie in Hai Phong unter Druck

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04.11.2026 42 mal gelesen 2 Kommentare

Arbeitskräftemangel setzt Unternehmen in Hai Phong unter Druck

Unternehmen in Hai Phong haben aufgrund hoher Auftragsvolumina und eines starken Personalbedarfs Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung. Gleichzeitig führt der Arbeitskräftemangel dazu, dass zahlreiche Betriebe Überstunden anordnen und teilweise auch an Feiertagen arbeiten, um ihre Produktionsfristen einzuhalten, berichtet Vietnam.vn.

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Bei Tongwei Electronics Vietnam Co., Ltd. im Industriepark An Duong wird die Produktion ausgeweitet. Wegen der bis 2027 erwarteten hohen Auftragslage sucht das Unternehmen über 200 neue Mitarbeiter.

Um zusätzliche Beschäftigte zu gewinnen, bietet Tongwei Electronics Vietnam Co., Ltd. verschiedene Leistungen und Zulagen an. Dazu gehören Dienstaltersprämien von 300.000 bis 1.000.000 VND pro Person, ein Wohnkostenzuschuss von 500.000 bis 1.000.000 VND sowie eine Prämie von 1.000.000 VND pro Person und Monat für das vierte Quartal 2026.

Neue Mitarbeiter können laut Vietnam.vn Prämien von bis zu 7 Millionen VND pro Person erhalten. Die Maßnahmen sollen den Personalbedarf angesichts der wachsenden Produktion und der hohen Auftragslage decken.

Zusammenfassung: Tongwei Electronics Vietnam Co., Ltd. sucht über 200 neue Mitarbeiter und setzt dabei auf mehrere Zulagen sowie Prämien von bis zu 7 Millionen VND pro Person.

Horn Vietnam fehlen rund 300 Produktionsmitarbeiter

Auch Horn Vietnam Co., Ltd. im Industriepark An Duong ist vom Arbeitskräftemangel betroffen. Nach Angaben von Vietnam.vn fehlen dem Unternehmen derzeit rund 300 Produktionsmitarbeiter.

Um im Wettbewerb um Arbeitskräfte bestehen zu können, bietet Horn Vietnam Co., Ltd. verschiedene finanzielle Leistungen an. Dazu zählen ein Anwesenheitsbonus von 1 Million VND pro Person und Monat, eine Treibstoffzulage von 350.000 bis 550.000 VND pro Monat sowie eine Wohnkostenzulage von 500.000 bis 600.000 VND pro Monat.

Darüber hinaus sieht das Unternehmen eine Chinesisch-Sprachzulage von bis zu 2 Millionen VND pro Monat und einen Produktionsbonus von bis zu 3 Millionen VND vor. Trotz dieser Angebote deckt die Zahl der Bewerber laut der Quelle nicht den Bedarf der Unternehmen.

Leistung bei Horn Vietnam Co., Ltd.Höhe
Anwesenheitsbonus1 Million VND/Person/Monat
Treibstoffzulage350.000 bis 550.000 VND/Monat
Wohnkostenzulage500.000 bis 600.000 VND/Monat
Chinesisch-Sprachzulagebis zu 2 Millionen VND/Monat
Produktionsbonusbis zu 3 Millionen VND

Zusammenfassung: Horn Vietnam Co., Ltd. fehlen rund 300 Produktionsmitarbeiter. Das Unternehmen reagiert mit Anwesenheits-, Treibstoff-, Wohnkosten- und Sprachzulagen sowie einem Produktionsbonus.

Industriegebiete stehen 2026 vor großem Personaldefizit

Laut der Verwaltung der Wirtschaftszone Hai Phong werden die Industriegebiete der Region auch 2026 mit einem Mangel von rund 120.000 Arbeitskräften konfrontiert sein. Besonders betroffen sind die Bereiche Elektronik, Maschinenbau, Zulieferindustrie, Textilien und Schuhe, berichtet Vietnam.vn.

Die meisten Unternehmen haben demnach Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung. Einige Betriebe suchen deshalb auch in anderen Provinzen nach Arbeitskräften. Gleichzeitig greifen Unternehmen auf Überstunden zurück, um bestehende Aufträge fristgerecht zu erfüllen.

Bei Horn Vietnam Co., Ltd. arbeiten die Beschäftigten montags bis samstags täglich zwei Stunden länger. Bei Tongwei Electronics Co., Ltd. leisten die Arbeiter seit zwei Monaten täglich zwei bis zweieinhalb Stunden Überstunden. Diese finden laut Quelle auch an Wochenenden statt und sollen dazu beitragen, die Projektfristen einzuhalten.

BereichAngabe
Erwarteter Arbeitskräftemangel in den Industriegebieten 2026rund 120.000 Arbeitskräfte
Fehlende Produktionsmitarbeiter bei Horn Vietnam Co., Ltd.rund 300
Überstunden bei Horn Vietnam Co., Ltd.montags bis samstags täglich zwei Stunden
Überstunden bei Tongwei Electronics Co., Ltd.seit zwei Monaten täglich zwei bis zweieinhalb Stunden, auch an Wochenenden

Zusammenfassung: Für 2026 wird in den Industriegebieten Hai Phongs ein Mangel von rund 120.000 Arbeitskräften erwartet. Unternehmen in mehreren Industriezweigen versuchen, den Bedarf durch zusätzliche Rekrutierung und Mehrarbeit zu bewältigen.

Überstunden sollen gesetzlichen Vorgaben entsprechen

Die Regelungen und Vergütungsrichtlinien für Überstunden entsprechen nach Angaben von Vietnam.vn den gesetzlichen Bestimmungen und sollen die Rechte der Arbeitnehmer gewährleisten. Überstunden müssen mit Zustimmung der Beschäftigten erfolgen sowie klar definiert und freiwillig sein.

Zudem sollen Zeit, Ort und Art der auszuführenden Arbeit genau festgelegt werden. Die Unternehmen setzen laut Quelle die Regelungen zur Überstundenvergütung vollständig um und gewährleisten Pausen, wöchentliche Ruhezeiten, Verpflegungsgelder, Arbeitsschutz und Hygiene sowie die Gesundheitsversorgung ihrer Mitarbeiter.

Überstunden müssen mit Zustimmung der Beschäftigten erfolgen, klar definiert, freiwillig und hinsichtlich Zeit, Ort und Art der auszuführenden Arbeit genau festgelegt sein.

Die Gewerkschaft der Industriezone Hai Phong berichtet, dass viele Betriebe zum Jahresende ihre Beschäftigten zu Überstunden mobilisieren, um die Produktion aufrechtzuerhalten. Um die Arbeitsbeziehungen zu stabilisieren, hat die städtische Gewerkschaft die lokalen Gewerkschaften angewiesen, die Überstunden in den Betrieben zu überwachen und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu kontrollieren.

Zusammenfassung: Die Überstunden sollen freiwillig und gesetzeskonform organisiert werden. Gewerkschaften überwachen die Umsetzung und kontrollieren unter anderem die Arbeitszeiten, die Vergütung und die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte.

Dialog über Personaleinsatz und Arbeitszeitregelungen

Unternehmen koordinieren sich laut Vietnam.vn proaktiv mit den lokalen Gewerkschaften, um den Dialog am Arbeitsplatz zu organisieren. Dabei geht es um den Produktionsbedarf, die Personalplanung, die Rekrutierung und die Regelung der Schichten.

Weitere Themen sind die Umverteilung von Personal zwischen Abteilungen und Lösungen zur Reduzierung von Überstunden. Auf diese Weise sollen die Produktionsanforderungen mit dem Schutz der Beschäftigten und der Stabilität der Arbeitsbeziehungen verbunden werden.

  • Produktionsbedarf und Personaleinsatzplanung
  • Rekrutierung zusätzlicher Arbeitskräfte
  • Schichtregelungen
  • Personalumverteilung zwischen Abteilungen
  • Lösungen zur Reduzierung von Überstunden

Zusammenfassung: Unternehmen und Gewerkschaften beraten über Personalplanung, Schichtmodelle und Maßnahmen zur Verringerung der Überstunden. Der Dialog soll dabei helfen, die Produktion aufrechtzuerhalten und die Arbeitsbeziehungen zu stabilisieren.

Quellen:

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Wenn wirklich so viel überstunden anfallen muss man sich schon fragen ob die prämien das auf dauer ausgleichen oder die leute einfach irgendwann ausbrennen, freiwillig hin oder her klingt das nicht nach einer tollen lösung.
Bei dem Kommentar von Anonymous bleibt für mich die Frage nach der praktischen Kontrolle offen. Auf dem Papier ist eine freiwillige Überstunde ja schnell erklärt, aber wenn im Betrieb dauerhaft Leute fehlen und gleichzeitig die Aufträge bis 2027 voll sind, wie freiwillig fühlt sich das dann wirklich an? Man will ja vermutlich nicht als einziger nein sagen wenn alle anderen länger bleiben und der Vorgesetzte irgendwie guckt als würde man das Team im Stich lassen. Diese sozialen druck sachen stehen in solchen Meldungen meistens nicht drin.

Auch die vielen Zulagen klingen erstmal ordentlich, aber man muß sie auch im verhältnis zum normalen lohn und zu den Lebenshaltungskosten sehen. Wohn und Treibstoffzuschuss helfen sicher, besonders wenn die Leute von weiter weg kommen. Trotzdem lockt man damit vielleicht kurzfristig Personal an, aber hält man die Leute damit auch zwei oder drei Jahre? Ein Anwesenheitsbonus kann ausserdem dazu führen das jemand krank zur Arbeit kommt weil sonst gleich Geld fehlt, und das wäre bei Fabrikarbeit ja nicht gerade ungefährlich. Vielleicht wäre ein echtes besseres Grundgehalt sinnvoller als fünf verschiedene Boni, bei denen man erst rechnen muß was am Ende überhaupt sicher ausgezahlt wird.

Die Zahl von 120.000 fehlenden Arbeitskräften für 2026 ist jedenfalls extrem viel. Da kann man nicht einfach überall noch ein paar Überstunden draufpacken und hoffen das es sich erledigt. Wenn bei Tongwei schon seit zwei Monaten täglich mehrere Stunden zusätzlich gearbeitet wird, ist das doch eher ein Zeichen das die Planung vorher nicht funktioniert hat oder die Firmen zu schnell neue Aufträge angenommen haben. Und falls die Nachfrage wirklich so stark bleibt, müßten auch Ausbildung, Transport, Wohnungen und Kinderbetreuung mitgeplant werden. Sonst kommen die Mitarbeiter vielleicht gar nicht in die Industriegebiete oder sie gehen nach kurzer Zeit wieder.

Gut finde ich, dass die Gewerkschaften die Arbeitszeiten kontrollieren sollen und das auch über Pausen, Gesundheit und Verpflegung gesprochen wird. Aber kontrolieren ist halt nicht nur ankündigen, sondern es müsste auch unabhängige Gespräche mit den Beschäftigten geben. Wenn die Gewerkschaft nur mit der Firmenleitung redet, hört sie am Ende vielleicht nur die offizielle Version. Gerade bei freiwilligen Überstunden sollte man die Arbeiter anonym fragen können, ob sie wirklich ablehnen dürfen ohne Nachteile zu bekommen.

Und die Idee Personal zwischen Abteilungen umzuverteilen klingt logisch, aber auch da kann man nicht jeden einfach überall einsetzen. In Elektronik oder Maschinenbau braucht man Einarbeitung, Sicherheitsunterweisung und manchmal Sprachkenntnisse. Die Chinesischzulage zeigt ja schon, dass Kommunikation eine Rolle spielt. Ein paar Tage Einweisung ersetzen keine Erfahrung, sonst passieren Fehler und am Ende wird wieder noch mehr Druck gemacht. Vielleicht wäre es langfristig besser, mehr in Automatisierung und bessere Schichtplanung zu investieren statt die fehlenden Menschen immer weiter zu überladen. Technik löst natürlich nicht alles, aber zwei Stunden täglich zusätzlich für Monate ist auch keine Strategie sondern eher ein sehr teurer Notbehelf.

Am Ende profitieren die Unternehmen von den vollen Auftragsbüchern, deshalb sollten sie auch einen größeren Teil der Kosten für vernünftige Arbeitsbedingungen übernehmen. Prämien sind schön, aber Erholung und planbare Arbeitszeiten sind auch eine Art Lohn, nur wird das komischerweise selten so gerechnet. Ansonsten brennt die Belegschaft aus und die Firmen suchen nächstes Jahr nicht 300 sondern 600 Leute. Usernamen wie ich jetzt hab man sieht daran auch wieder das Zahlen alleine noch keine Personalpolitik sind.
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