Dong Nai lockt Arbeitskräfte mit höheren Einkommen und Sozialleistungen

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03.10.2026 269 mal gelesen 7 Kommentare

Dong Nai setzt auf höhere Einkommen und Sozialleistungen im Wettbewerb um Arbeitskräfte

In der vietnamesischen Provinz Dong Nai verstärken zahlreiche Unternehmen ihre Personalsuche, um den Produktions- und Geschäftsbedarf zu decken. Nach Angaben von vietnam.vn sollen höhere Einkommen, zusätzliche Sozialleistungen und ein stabiles Arbeitsumfeld dabei helfen, Arbeitskräfte zu gewinnen und langfristig an die Unternehmen zu binden.

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Der Wettbewerb beschränkt sich zunehmend nicht mehr auf die Höhe der Gehälter. Unternehmen verbessern unter anderem Zulagen, die Verpflegung während der Schichten, die Unterstützung bei Wohnraum und Fahrtkosten sowie weitere Sozialleistungen. Auch ein verlässliches Arbeitsumfeld und konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Beschäftigten werden als wichtige Faktoren für die Mitarbeiterbindung dargestellt.

SMC Manufacturing plant weitere Einstellungen

Die SMC Manufacturing Co., Ltd. im Industriepark Long Duc in der Gemeinde Binh Son stellt regelmäßig neue Mitarbeiter ein. Das Unternehmen zahlt eine Wohn- und Fahrtkostenpauschale von 500.000 VND pro Person und gewährt zusätzlich Anwesenheits- und Kinderbetreuungszuschüsse sowie zweimal jährlich Leistungsprämien.

Nach Angaben der Personalreferentin Nguyen Thi Nhan hat das Unternehmen seit Anfang 2026 rund 1.200 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Bis Ende des Jahres sollen weitere 700 Beschäftigte, hauptsächlich ungelernte Arbeitskräfte, hinzukommen.

Das monatliche Grundgehalt der Mitarbeiter liegt laut dem Bericht derzeit bei rund 8,1 Millionen VND. Einschließlich der Zulagen beträgt das Gesamteinkommen etwa 9,5 Millionen VND pro Monat. Parallel zur Rekrutierung baut SMC Manufacturing seine Suche nach Fachkräften aus Berufsschulen aus, deren Ausbildungsprogramme für die Maschinenbedienung geeignet sind.

Das Unternehmen nennt neben angemessenen Gehältern auch Kranken- und Unfallversicherung sowie weitere Sozialleistungen als Bestandteile seiner Personalstrategie. Die praxisorientierte Ausbildung und die zusätzlichen Leistungen sollen zu einer stabilen Belegschaft beitragen und die langfristige Bindung der Mitarbeiter stärken.

MaßnahmeAngabe
Wohn- und Fahrtkostenpauschale500.000 VND pro Person
Seit Anfang 2026 eingestellte zusätzliche Mitarbeiterrund 1.200
Geplante weitere Einstellungen bis Ende 2026700
Monatliches Grundgehaltrund 8,1 Millionen VND
Gesamteinkommen einschließlich Zulagenetwa 9,5 Millionen VND pro Monat

Infobox: SMC Manufacturing verbindet die Rekrutierung mit höheren Leistungen, Versicherungen und Unterstützungsangeboten. Das Unternehmen plant bis Ende 2026 weitere 700 Einstellungen.

Kenda Vietnam Rubber sucht rund 530 Beschäftigte

Die Kenda Vietnam Rubber Company im Stadtteil Ho Nai sucht derzeit rund 500 Hilfsarbeiter und etwa 30 Fabrikarbeiter. Für diese Stellen legt das Unternehmen laut vietnam.vn keinen großen Wert auf Berufserfahrung oder Qualifikationen.

Als Voraussetzung müssen Bewerber lediglich lesen und schreiben können. Nach der Einstellung erhalten sie eine Einarbeitung, sodass auch Personen ohne umfangreiche berufliche Vorkenntnisse für die Tätigkeiten gewonnen werden sollen.

Zur Erweiterung der Rekrutierungsquellen zahlt das Unternehmen eine Prämie von 1 bis 3 Millionen VND. Diese gilt für neue Mitarbeiter oder für Beschäftigte, die neue Mitarbeiter vermitteln. Nach Angaben der Personalchefin Vu Tram Phuong Uyen soll die Regelung sowohl die Personalsuche als auch die Mitarbeiterbindung unterstützen.

Infobox: Kenda Vietnam Rubber sucht rund 500 Hilfsarbeiter und etwa 30 Fabrikarbeiter. Eine Prämie von 1 bis 3 Millionen VND soll neue Einstellungen und Empfehlungen fördern.

Für 2026 werden rund 183.000 Arbeitskräfte benötigt

Zum Jahresende steigt der Personalbedarf der Unternehmen, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe. Das Arbeitsvermittlungszentrum Dong Nai bringt Arbeitgeber und Arbeitssuchende zusammen und unterstützt Unternehmen bei der Suche nach geeignetem Personal.

Allein im Jahr 2026 werden voraussichtlich rund 183.000 Arbeitskräfte benötigt. Der stellvertretende Direktor des Arbeitsvermittlungszentrums Dong Nai, Tran Dai Ky, bezeichnet langfristige Gehalts- und Sozialleistungsrichtlinien angesichts des zunehmenden Wettbewerbs um Fachkräfte als entscheidend für die Gewinnung von Mitarbeitern.

Arbeitnehmer finden angesichts der zahlreichen offenen Stellen leichter passende Beschäftigungsmöglichkeiten. Der Bericht betont jedoch, dass sie neben dem Gehalt auch auf das Arbeitsumfeld, Boni, Zulagen, die Verpflegung, Versicherungen, Aufstiegschancen und die Absicherung ihrer Familien achten.

  • Gehalt und zusätzliche Zulagen
  • Boni und Prämien
  • Verpflegung während der Arbeitszeit
  • Versicherungen
  • Aufstiegschancen
  • Unterstützung und Absicherung der Familie

Dadurch werden Sozialleistungen zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Unternehmen müssen daher nicht nur freie Stellen anbieten, sondern auch Bedingungen schaffen, unter denen Beschäftigte dauerhaft bleiben wollen.

Infobox: In Dong Nai werden 2026 voraussichtlich rund 183.000 Arbeitskräfte benötigt. Neben dem Einkommen beeinflussen Sozialleistungen und das Arbeitsumfeld die Entscheidung der Beschäftigten.

Topband Smart erhöht Durchschnittsgehälter um mehr als 1 Million VND

Topband Smart Dong Nai Vietnam Co., Ltd. im Industriepark Loc An - Binh Son hat Anfang September 2026 die durchschnittlichen Gehälter seiner Mitarbeiter um mehr als 1 Million VND pro Person erhöht. Das Unternehmen erweitert derzeit seine Produktion und benötigt über 1.000 Mitarbeiter für verschiedene Positionen.

Zusätzlich bietet Topband Smart ein Bonusprogramm von 1-2 Millionen VND pro Person. Die Zahlung richtet sich sowohl an Mitarbeiter, die neue Beschäftigte vermitteln, als auch an neue Mitarbeiter selbst.

Die Personalreferentin Pham Thi Kim Thu erklärte, dass die Gehaltserhöhung und das Bonusprogramm im Zusammenhang mit der laufenden Produktionserweiterung stehen. Die Maßnahmen sollen zusätzliche Bewerber erreichen und bestehende Beschäftigte dazu bewegen, neue Arbeitskräfte zu empfehlen.

Infobox: Topband Smart benötigt über 1.000 Mitarbeiter. Anfang September 2026 wurden die durchschnittlichen Gehälter um mehr als 1 Million VND pro Person angehoben; zusätzlich gibt es ein Bonusprogramm von 1-2 Millionen VND pro Person.

Unternehmen sollen auch familiäre und soziale Bedürfnisse berücksichtigen

Nguyen Minh Tam, Vorsitzender der Gewerkschaft von Pou Phong Vietnam Co., Ltd. in der Gemeinde An Vien, hebt hervor, dass Unternehmen für die Gewinnung und Bindung von Arbeitskräften mehr als nur Arbeitsplätze anbieten müssen. Beschäftigte erwarteten ein Umfeld, in dem ihre Rechte respektiert und sie unterstützt werden.

„Denn hinter jeder Produktionslinie stehen nicht nur Arbeiter, die einen Job brauchen, sondern auch Familien, die ein sicheres Einkommen, ein Zuhause und ein soziales Netz benötigen, um sich geborgen und zugehörig zu fühlen.“

Bei Pou Phong besuchen Vertreter der Unternehmensleitung und der Gewerkschaft monatlich Beschäftigte in schwierigen Lebenslagen persönlich. Diese Besuche stehen unter dem Motto „Reise zum Glück“ und sollen den Mitarbeitern Mut zusprechen und Unterstützung geben.

Neben praktischen Geschenken vermittle die Initiative nach Angaben des Berichts auch Verbundenheit, Zuneigung und Verantwortung des Unternehmens sowie der Gewerkschaft. Der Ansatz stoße bei der gesamten Belegschaft auf große Zustimmung.

Infobox: Pou Phong verbindet Personalbindung mit persönlicher Unterstützung für Beschäftigte in schwierigen Lebenslagen. Monatliche Besuche von Unternehmensleitung und Gewerkschaft sollen die soziale Verbundenheit stärken.

Stabile Richtlinien sollen Fluktuation reduzieren

Die Einstellung neuer Mitarbeiter wird im Bericht als erster Schritt bezeichnet. Um Beschäftigte langfristig zu halten, müssten Unternehmen durch konkrete und stabile Regelungen Vertrauen aufbauen.

Die Verbesserung der Mitarbeiterleistungen gilt demnach als fester Bestandteil der Personalstrategie. Unternehmen reagieren nicht nur auf akuten Arbeitskräftemangel, sondern wollen eine stabile Belegschaft erhalten und die Mitarbeiterfluktuation reduzieren.

Der Bericht von vietnam.vn zeigt damit einen breiteren Wandel in der Personalgewinnung in Dong Nai: Gehälter, Zulagen, Prämien, Versicherungen, Wohn- und Fahrtkostenhilfen sowie persönliche Unterstützung werden gemeinsam eingesetzt, um Arbeitskräfte zu gewinnen und dauerhaft zu binden.

Infobox: Langfristige Personalstrategien in Dong Nai setzen auf stabile Einkommen, zusätzliche Leistungen und soziale Unterstützung. Ziel ist es, neue Mitarbeiter zu gewinnen und die Fluktuation zu senken.

Quellen:

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Die 183.000 stellen klingen schon gewaltig, aber mehr Geld allein hält die Leute warscheinlich nicht dauerhaft. Wenn Schichten, Wohnweg und die Behandlung im Betrieb nicht stimmen, sind die 500.000 VND auch schnell wieder weg, trozdem sind solche Zulagen und die Kinderbetreuung schon ein guter Schritt finde ich.
Genau das ist der Punkt: Die Zulagen sind ein guter Anfang, aber ohne faire Schichten und ein vernünftiges Betriebsklima bleiben sie vermutlich nur ein kurzfristiger Anreiz.
Dem Kommentar mit den 183.000 Stellen stimme ich schon zu, aber man darf auch die anderen Beispiele nicht vergessen. Gerade die Prämien fürs Vermitteln bei Kenda klingen erstmal praktisch, konnen aber auch dazu führen das Leute jemanden empfehlen obwohl der Job garnicht passt, hauptsache die Prämie ist da. Und bei Topband sind mehr als 1 Million VND mehr im Monat natürlich nicht wenig, trotzdem fragt man sich ob das dauerhaft so bleibt oder nur wegen der Produktionserweiterung und dem akuten Bedarf kommt.

Was ich interesant finde ist das viele Stellen wohl ohne grosse Ausbildung vergeben werden. Lesen und schreiben reicht bei Kenda anscheinend und die Einarbeitung kommt danach. Das ist für Menschen ohne Abschluss sicher eine Chance, aber die Arbeit in einer Fabrik ist bestimmt auch anstrengend und nicht jeder kann einfach dauerhaft Schicht machen. Da hilft dann ein Zuschuss für Fahrtkosten nur bedingt, wenn der Arbeitsweg trotzdem sehr lang ist oder die Busse nicht zuverlässig fahren.

Die Kinderbetreuung und die Besuche bei Mitarbeitern in schwierigen Situationen finde ich fast wichtiger als noch irgendein kleiner Bonus. Geld ist wichtig, logisch, aber wenn jemand zuhause Probleme hat oder die Familie nicht abgesichert ist, dann denkt man bei der Arbeit ja auch ständig daran. „Reise zum Glück“ klingt zwar ein bischen nach Werbespruch, aber wenn die Leute wirklich besucht und unterstützt werden ist das doch menschlicher als viele Firmen es machen.

Bei den ganzen Summen müsste man ausserdem wissen wieviel am Ende wirklich auf dem Konto landet. Grundgehalt, Zulagen, Anwesenheitsbonus und Prämien werden oft zusammen gerechnet und dann sieht das Gesammtgehalt super aus. Wenn man aber krank wird oder mal fehlt, fällt vielleicht gleich ein Teil weg. Auch Versicherungen sind gut, aber die Qualität und der Zugang dazu sind vermutlich nochmal ein anderes Thema. Ich glaube deshalb nicht das höhere Einkommen alleine die Fluktuation stoppt.

Trotzdem ist es ein gutes Zeichen, dass die Unternehmen überhaupt merken, dass Mitarbeiter nicht einfach beliebig austauschbar sind. 183.000 benötigte Arbeitskräfte sind eine riesige Zahl, und wenn mehrere Firmen gleichzeitig suchen, können Beschäftigte natürlich mehr verlangen und sich den Arbeitsplatz besser aussuchen. Viele Arbeitgeber müssen dann wohl lernen, nicht nur Leute einzustellen, sondern sie auch ordentlich zu behandeln. Sonst sind die neuen Mitarbeiter nach ein paar Monaten wieder weg, und die ganze Suche beginnt von vorne.
Den Gedanken aus dem anderen Kommentar mit den 183.000 Stellen find ich schon wichtig, aber ich glaube das ganze geht noch viel weiter als nur mehr Geld. Wenn Firmen jetzt extra Prämien fürs anwerben zahlen, ist das erstmal schlau, kann aber auch heissen das die Leute sonst garnicht kommen würden oder schnell wieder abhauen. 1 bis 3 Millionen VND sind für Bewerber bestimmt verlockend, aber eine Prämie ist halt einmalig und die Arbeitsbedingungen jeden Tag da. Da macht es schon einen Unterschied ob die Fabrik halbwegs erreichbar ist, ob die Schichtzeiten planbar sind und ob man nach der Arbeit noch Energie für die Familie hat.

Auch diese 500.000 VND für Wohnen und Fahrt klingen auf dem Papier gut, wobei man natürlich wissen müsste wie teuer die Mieten in Dong Nai mittlerweile sind. Wenn viele Arbeiter wegen der Jobs zuziehen müssen, kann so ein Zuschuss vermutlich ziemlich schnell von der Miete und den Benzinkosten aufgefressen werden. Und bei 9,5 Millionen VND Gesamteinkommen ist auch die Frage, ob davon schon alle Abzüge weg sind oder ob das eher die schöne Bruttozahl ist. Solche Angaben lesen sich immer etwas besser als sie im Portemonaie dann wirklich aussehen, denk ich mal.

Gut finde ich dagegen die Kinderbetreuung und die Versicherungen. Das wird manchmal unterschätzt, weil über Gehalt redet sich leichter als über solche Sachen. Gerade wenn beide Eltern in Schichten arbeiten, ist eine Betreuung wahrscheinlich mehr wert als noch irgendein kleiner Bonus. Die Reise zum Glück bei Pou Phong klingt auch menschlich, obwohl ich erst dachte das wäre eine Firmenaktion mit Ausflug oder so. Wenn Chefs und Gewerkschaft wirklich regelmässig zu Leuten gehen die Probleme haben, ist das jedenfalls konkreter als ein Plakat mit motivierenden Sprüchen im Pausenraum.

Was mich noch beschäftigt ist die Ausbildung. Wenn Kenda wirklich nur lesen und schreiben verlangt und dann einarbeitet, können davon sicher viele profitieren, die sonst kaum Chancen haben. Gleichzeitig sollte man bei Fabrikarbeit nicht so tun als wäre keine Qualifikation nötig, denn Maschinen und Sicherheit sind ja nicht ganz ohne. Hoffentlich geht die Einarbeitung nicht nach drei Tagen vorbei, nur weil dringend jemand an der Linie gebraucht wird. Bei über 183.000 gesuchten Arbeitskräften wird der Druck bestimmt gross sein, schnell Leute einzustellen.

Die Gehaltserhöhung bei Topband Smart um mehr als eine Million VND ist natürlich erstmal ordentlich, aber man müsste wissen ob dafür auch mehr Leistung oder längere Arbeitszeit erwartet wird. Mehr Durchschnittsgehalt kann ja auch daher kommen, dass mehr Fachkräfte eingestellt wurden und nicht jeder einzelne Arbeiter wirklich so viel mehr bekommt. Das steht in solchen Meldungen leider oft nicht so genau dabei. Trotzdem zeigt es wohl, dass Unternehmen langsam verstehen, dass Mitarbeiter nicht einfach beliebig austauschbar sind. Wenn überall gesucht wird, vergleichen die Beschäftigten die Angebote natürlich und wechseln vielleicht auch mal, wenn die nächste Firma bessere Bedingungen verspricht.

Am Ende ist es wahrscheinlich die Mischung aus allem: ordentliches Gehalt, pünktliche Zahlung, sichere Arbeit, vernünftige Vorgesetzte, Essen in der Schicht und ein Weg zur Arbeit der nicht jeden Tag ewig dauert. Dazu noch Urlaub und Versicherungen, was ja eigentlich selbstverständlich sein sollte aber offenbar trotzdem als Vorteil verkauft wird. Wenn Dong Nai die vielen Leute wirklich langfristig halten will, müssen die Firmen nicht nur beim Einstellen freundlich sein, sondern auch nach sechs Monaten noch zu ihren Versprechen stehen. Sonst sind die 700 neuen Stellen und die ganzen Prämien am Ende nur ein Drehtürsystem, wo ständig neue Leute rein und andere wieder rausgehen. arbeitsfuchs
Beim Lesen musste ich vor allem an die vielen Menschen denken, die täglich lange Wege zur Arbeit auf sich nehmen. Da sind 500.000 VND für Fahrtkosten natürlich hilfreich, aber wenn man jeden Tag stundenlang im Stau steht oder dicht gedrängt unterwegs ist, bleibt trotzdem viel Lebenszeit auf der Strecke. Eine gute Kantine, verlässliche Schichten und vielleicht ein Werksbus würden da vermutlich genauso viel bringen wie ein kleiner Bonus.

Interessant finde ich auch, dass inzwischen so stark auf Empfehlungen und Vermittlungsprämien gesetzt wird. Das kann kurzfristig funktionieren, weil Beschäftigte ihre Bekannten ansprechen, aber langfristig entscheidet sich doch daran, ob die Leute nach ein paar Monaten noch zufrieden sind. Sonst werden immer neue Mitarbeiter angeworben und genauso schnell springen wieder welche ab. Gerade bei den vielen geplanten Einstellungen wäre es wichtig, nicht nur die Zahl der Neueinstellungen zu feiern, sondern auch zu schauen, wie viele davon tatsächlich bleiben.

Die 183.000 benötigten Arbeitskräfte zeigen jedenfalls, wie groß der Druck auf die Unternehmen ist. Für Arbeitnehmer ist das erstmal eine gute Nachricht, weil sie mehr Auswahl haben und bessere Bedingungen fordern können. Gleichzeitig sollte man darauf achten, dass ungelernte Kräfte wirklich ordentlich eingearbeitet werden und nicht einfach möglichst schnell an die Produktionslinie gestellt werden. Die Zusammenarbeit mit Berufsschulen bei SMC klingt deshalb sinnvoll, vor allem wenn daraus echte Weiterbildungsmöglichkeiten entstehen und nicht nur eine kurze Einführung.

Was mir bei solchen Berichten manchmal fehlt, sind genauere Angaben zu Arbeitszeiten, Überstunden und den tatsächlichen Kosten für Wohnung und Transport. Ein Gesamteinkommen von 9,5 Millionen VND klingt besser als das Grundgehalt, aber entscheidend ist ja, was am Monatsende nach Miete, Essen und Fahrt übrig bleibt. Auch die Frage, ob Zulagen dauerhaft garantiert sind oder an Anwesenheit und bestimmte Bedingungen geknüpft sind, dürfte für Bewerber wichtig sein.

Die persönliche Unterstützung bei Pou Phong finde ich trotzdem bemerkenswert. Natürlich ersetzt ein Geschenk keine faire Bezahlung, aber dass Führungskräfte und Gewerkschaft Beschäftigte in schwierigen Situationen besuchen, ist mehr als nur eine Zahl auf dem Gehaltszettel. Viele Menschen wollen nicht das Gefühl haben, jederzeit austauschbar zu sein. Wenn solche Angebote ernst gemeint sind und nicht nur für die Öffentlichkeitsarbeit stattfinden, können sie tatsächlich Vertrauen schaffen.

Am Ende wird sich wohl zeigen, ob die Unternehmen den Wettbewerb um Arbeitskräfte als Anlass für dauerhafte Verbesserungen nutzen. Höhere Löhne, Versicherungen und Prämien sind ein guter Anfang, aber auch ein respektvoller Umgang, planbare Schichten und sichere Arbeitsplätze gehören dazu. Nur dann werden aus den vielen Neueinstellungen auch langfristig stabile Arbeitsverhältnisse.
Genau das ist der Knackpunkt: Die Prämien klingen erstmal attraktiv, aber entscheidend ist, was am Monatsende wirklich regelmäßig ankommt. Gut finde ich deshalb, dass hier auch Versicherungen, Kinderbetreuung und Unterstützung bei schwierigen Lebenslagen erwähnt werden – solche Dinge machen im Alltag oft mehr aus als ein einmaliger Bonus.
Die 500.000 VND klingen erstmal gut, aber ohne verlässliche Schichten und faire Behandlung im Betrieb dürften viele trotzdem schnell wieder gehen.
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