KI-Recruiting trifft persönliche Nähe: Zwei Wege zur Fachkräftegewinnung

KI-generiert
27.09.2026 23 mal gelesen 1 Kommentare

Recruiting zwischen KI-Automatisierung und persönlicher Nähe

Der aktuelle Pressespiegel zeigt zwei unterschiedliche Wege, wie Unternehmen um Nachwuchs und Fachkräfte werben: The Cognitive setzt auf eine durchgängige KI-Plattform für Sourcing, Kontaktaufnahme und Erstinterviews, während die Bäckerei Pappert mit dem „Azubeatz“-Event auf persönliche Begegnungen, Atmosphäre und Authentizität setzt.

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The Cognitive startet Recruiting-Plattform mit rund 900 Millionen Profilen

Wie BornCity berichtet, hat das in Toronto ansässige Softwareunternehmen The Cognitive am 23. September 2026 eine Recruiting-Plattform gestartet. Das Angebot richtet sich an interne Talentteams und Personalagenturen in Kanada, den USA, Großbritannien und Europa und bündelt Sourcing, Direktansprache sowie Erstgespräche in einem geschlossenen Arbeitsablauf.

Personalverantwortliche können Anforderungsprofile in Alltagssprache formulieren. Anschließend ermittelt das System passende Kandidaten, kontaktiert diese, führt Vorabinterviews und übergibt den Recruitern eine belegte Auswahlliste. Gründer Sparsh Goyal erklärte laut BornCity, Personalverantwortliche verlören derzeit zu viel Arbeitszeit beim Wechsel zwischen isolierten Werkzeugen.

Für die Suche durchsucht die Plattform rund 900 Millionen Profile. Zwingende Anforderungen werden als feste Filterkriterien verwendet, während weitergehende Präferenzen in die Rangfolge der Kandidaten einfließen.

Die Kontaktaufnahme erfolgt über verifizierte E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Die Software kann Kandidaten im Namen der zuständigen Personalverantwortlichen per E-Mail, SMS oder Sprachanruf ansprechen und beendet die automatisierte Kontaktaufnahme eigenständig, sobald eine Rückmeldung eingeht.

Qualifizierte Bewerber absolvieren anschließend ein direktes, zweiseitiges Interview mit der künstlichen Intelligenz. Währenddessen erstellt das System eine Aufzeichnung, ein Transkript und eine standardisierte Bewertungskarte. Leistungsmerkmale sollen dabei anhand von Zitaten und exakten Zeitstempeln nachvollziehbar belegt werden.

Technisch unterstützt die Plattform Schnittstellen zu mehr als 40 Bewerber-Management-Systemen. Zu den genannten Systemen gehören Lever, Ashby und Greenhouse; außerdem sind Anbindungen über Programmierschnittstellen und Webhooks vorgesehen.

MerkmalAngabe
Start der Plattform23. September 2026
Durchsuchte Profilerund 900 Millionen
Anbindungen an ATSmehr als 40
Genannte ATSLever, Ashby und Greenhouse

Infobox – BornCity: The Cognitive verbindet Kandidatensuche, automatisierte Ansprache und KI-gestützte Erstinterviews. Die Plattform soll laut Quelle rund 900 Millionen Profile durchsuchen und an mehr als 40 Bewerber-Management-Systeme angebunden werden.

Agentenbasierte HR-Systeme gewinnen an Bedeutung

BornCity ordnet den Start von The Cognitive in eine breitere Entwicklung automatisierter Werkzeuge für die Personalbeschaffung ein. Am 24. September 2026 stellte Jobstreet by SEEK auf einer Fachveranstaltung in Manila vor über 200 Unternehmens- und Personalverantwortlichen das System seekAI vor.

SeekAI basiert laut Quelle auf einer Analyse regionaler Marktdaten und täglicher Signale im asiatisch-pazifischen Raum. Geschäftsführerin Dannah Majarocon betonte, der Einsatz von KI solle die Personalbeschaffung verbessern und nicht weiter überlasten.

„Gleichzeitig soll das Event auch zeigen, wie wir sind. Dass wir manchmal etwas anders sind“, sagte Thomas Bertz laut Osthessen|News.

Der Weg von der Stellenausschreibung bis zur Shortlist erfordere derzeit oftmals rund 3.000 Klicks über mehrere Programme hinweg. Entsprechende Automatisierungen könnten laut den im Bericht genannten Angaben 10 bis 12 Arbeitsstunden pro Woche einsparen.

Auch die Verbreitung von KI im Recruiting wird im Bericht thematisiert. Laut dem „Hiring, Compensation & Benefits Report 2025“ von Jobstreet nutzten bereits 27 Prozent der Arbeitgeber in Südostasien KI im Recruiting. Auf den Philippinen lag der Anteil mit 39 Prozent am höchsten in der Region.

Bei den Bewerbern ist die Akzeptanz jedoch uneinheitlich. Gartner hob für das Jahr 2026 hervor, dass generative KI und Interview-Agenten die Personalakquise maßgeblich bestimmen. Eine Erhebung von Gartner aus dem Juni 2026 zeigte zugleich, dass lediglich 30 Prozent der befragten Kandidaten offen für Vorstellungsgespräche mit einer künstlichen Intelligenz waren; knapp 31 Prozent wurden im Vorfeld über solche Verfahren informiert.

AngabeWert
Teilnehmer an der seekAI-Vorstellungüber 200
Arbeitgeber in Südostasien mit KI im Recruiting27 Prozent
Arbeitgeber auf den Philippinen mit KI im Recruiting39 Prozent
Kandidaten offen für KI-Vorstellungsgespräche30 Prozent
Kandidaten im Vorfeld über solche Verfahren informiertknapp 31 Prozent
Zeitersparnis durch entsprechende Automatisierungen10 bis 12 Arbeitsstunden pro Woche
Klicks von der Stellenausschreibung bis zur Shortlistrund 3.000

Infobox – Entwicklung bei KI-Recruiting: Automatisierte HR-Systeme sollen laut BornCity wiederkehrende Abläufe verkürzen und mehrere Einzelschritte verbinden. Die Akzeptanz bei Bewerbern bleibt zugleich uneinheitlich: 30 Prozent waren für KI-Vorstellungsgespräche offen.

Pappert macht Ausbildung beim „Azubeatz“-Event erlebbar

Osthessen|News berichtet am 27.09.2026 über ein Ausbildungs-Event der Bäckerei Pappert. Beim „Azubeatz“-Event im Café am Backhaus in Eichenzell-Rönshausen ging es demnach nicht nur um die klassische Vorstellung von Ausbildungsberufen, sondern auch um Atmosphäre, Begegnungen auf Augenhöhe und einen authentischen Einblick in das Unternehmen.

Das Format setzte auf einen lockeren Rahmen mit Musik und persönlichen Gesprächen. Pappert wollte zeigen, wie das Unternehmen wirklich ist und junge Menschen dort abholen, wo sie stehen.

„Azubeatz hat ganz viele Facetten“, sagte Thomas Bertz, Verkaufsleiter im Innendienst bei Pappert, gegenüber OSTHESSEN|NEWS.

Nach seinen Angaben handelt es sich bei der Veranstaltung zugleich um eine Maßnahme zur Gewinnung von Auszubildenden. Pappert stellte die Ausbildungsberufe und das Unternehmen vor und hoffte, junge Menschen für die Marke Pappert und eine Ausbildung zu begeistern.

Der Bericht beschreibt „Azubeatz“ nicht als gewöhnliche Azubi-Messe. Im Mittelpunkt standen stattdessen ein lockerer Rahmen, Musik, Begegnungen auf Augenhöhe und ein Unternehmen, das seine eigene Arbeitsweise vermitteln wollte.

Der Ansatz habe Wirkung gezeigt. Laut Osthessen|News schuf „Azubeatz“ eine Atmosphäre, die junge Leute mit Authentizität erreichte und begeisterte.

„Wir versuchen, unsere Azubis und die, die es werden wollen, da abzuholen, wo sie stehen“, erklärte Thomas Bertz laut Osthessen|News.

Die jungen Menschen fühlten sich dem Bericht zufolge gesehen und ernst genommen. Zugleich erlebten sie eine Umgebung, die locker, modern und nahbar wirkte. Der Tag endete demnach mit Vorfreude und potenziell neuen Auszubildenden.

  • Vorstellung der Ausbildungsberufe und des Unternehmens
  • Lockerer Rahmen mit Musik
  • Begegnungen auf Augenhöhe
  • Authentischer Einblick in die Marke Pappert
  • Direkte Ansprache junger Menschen

Infobox – Osthessen|News: Pappert nutzt mit „Azubeatz“ ein persönliches Veranstaltungsformat für die Ausbildung. Im Mittelpunkt stehen Authentizität, eine moderne Atmosphäre und Gespräche auf Augenhöhe.

Pressespiegel: Zwei Recruiting-Ansätze im Vergleich

Die beiden Meldungen zeigen, wie unterschiedlich Recruiting gestaltet werden kann. The Cognitive automatisiert die Suche, Ansprache und Vorauswahl mithilfe künstlicher Intelligenz, während Pappert auf persönliche Kontakte und ein emotionales Erlebnis vor Ort setzt.

Gemeinsam ist beiden Ansätzen das Ziel, passende Menschen zu erreichen und für ein Unternehmen oder eine Ausbildung zu gewinnen. Während The Cognitive dafür technische Schnittstellen, große Profildatenbestände und KI-Interviews nutzt, stellt Pappert die unmittelbare Begegnung und die wahrgenommene Authentizität in den Mittelpunkt.

AspektThe CognitivePappert
SchwerpunktAutomatisiertes RecruitingPersönliches Ausbildungsevent
AnspracheE-Mail, SMS oder SprachanrufBegegnungen auf Augenhöhe
Auswahl beziehungsweise PräsentationKI-gestützte Erstinterviews und BewertungskarteVorstellung der Ausbildungsberufe und des Unternehmens
Zentrale GrundlageRund 900 Millionen ProfileAuthentizität und Atmosphäre
QuelleBornCityOsthessen|News

Zusammenfassung: BornCity berichtet über eine Recruiting-Plattform, die zentrale Prozessschritte mit KI verbindet und rund 900 Millionen Profile durchsucht. Osthessen|News zeigt am Beispiel Pappert, wie ein persönliches Event mit Musik, Nähe und Authentizität junge Menschen für Ausbildung gewinnen soll.

Quellen:

Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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Ich finde beide Ansätze irgendwie spannend, aber auch bissel gegensätzlich. Bei The Cognitive klingt das mit den 900 Millionen Profilen erstmal mega effizient, wobei ich mich schon frage ob man da als Bewerber nicht einfach nur noch eine Nummer in einer riesigen Datenbank ist. 3.000 Klicks bis zur Shortlist sind natürlich komplett verrückt, da kann eine Automatisierung bestimmt helfen, sonst sitzt da ja jemand den ganzen Tag nur am rumklicken und wird vermutlich selber zum Roboter.

Was ich aber nicht ganz verstehe ist, wie eine KI wirklich beurteilen soll ob jemand in ein Team passt. Zitate und Zeitstempel hören sich zwar sehr ordentlich an, aber ein Mensch kann auch mal nervös sein oder sich schlecht ausdrücken obwohl er eigentlich gut wäre. Wenn die Software dann nur bestimmte Wörter oder Antworten mag, fallen am Ende vielleicht gerade die ruhigen Leute hinten runter. Und Sprachanrufe von einer KI stelle ich mir ehrlich gesagt ziemlich komisch vor, vorallem wenn man vorher nicht klar gesagt bekommt das da keine echte Person anruft. Da würde ich wahrscheinlich direkt auflegen, oder denken es ist irgendeine Werbung.

Die 30 Prozent bei den Kandidaten finde ich auch nicht gerade berauschend. Also wenn nur ungefähr jeder dritte offen für ein KI Gespräch ist, sollte man vielleicht nicht so tun als wäre das schon der normale Standard. Und das nur knapp 31 Prozent vorher informiert wurden, ist ja eigendlich noch bedenklicher. Bei Bewerbungen will man doch wenigstens wissen, wer einem da Fragen stellt und was mit den Antworten passiert. Sonst ist die ganze Transparenz schnell nur ein schönes Wort in einer Präsentation.

Pappert macht es da irgendwie greifbarer. Musik, Gespräche und ein lockerer Ort klingt jetzt nicht nach der üblichen sterilen Karrieremesse mit Rollups und kostenlosen Kugelschreibern, wobei es dort bestimmt auch Kugelschreiber gab, keine Ahnung. Gerade für junge Leute ist es warscheinlich angenehmer, wenn man erstmal normal mit Leuten reden kann und nicht sofort irgendwelche perfekten Antworten liefern muss. Das man die Azubis dort ernst nimmt, ist vermutlich schon die halbe Miete, weil viele Firmen immer von Augenhöhe reden und dann doch nur ihre Folien vorlesen.

Andererseits kann auch so ein Event nicht alles lösen. Eine gute Atmosphäre an einem Tag ist schön, aber wichtig ist ja auch wie der Alltag später wirklich aussieht. Wenn die Ausbildung danach ganz anders ist als beim Azubeatz versprochen, merken die Jugendlichen das bestimmt ziemlich schnell. Authentisch sein bedeutet deshalb nicht nur Musik und lockere Sprüche, sondern auch ehrlich über Arbeitszeiten, Bezahlung, Stress und Aufstiegsmöglichkeiten zu reden. Das wäre vielleicht sogar noch überzeugender als jede Hochglanzwerbung.

Vielleicht wäre die beste Lösung eine Mischung aus beiden Sachen. KI könnte die langweilige Suche und Terminplanung machen, aber beim ersten richtigen Kontakt sollte dann ein Mensch übernehmen. Also nicht erst nach drei automatischen Nachrichten und einem Roboterinterview, sondern früher. Dann hätte man die Zeitersparnis und trotzdem noch ein Gefühl dafür ob die Person wirklich passt. Gerade bei Ausbildung ist der persönliche Eindruck doch sehr wichtig, weil Noten und Lebenslauf oft noch gar nicht so viel über jemanden sagen.

Und 900 Millionen Profile klingen zwar beeindruckend, aber mehr Daten heist ja nicht automatisch bessere Auswahl. Manchmal findet man den passenden Menschen eben nicht über die perfekten Filter, sondern weil jemand zufällig bei einer Veranstaltung auftaucht und gut ins Team passt. Am Ende sollten Bewerber nicht das Gefühl haben, gegen einen Algorithmus antreten zu müssen. Sonst gewinnt vielleicht die Firma viele Klicks, aber keine echten Leute.
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