KI verändert Jobs: Studierende brauchen mehr Datenkompetenz und kritisches Denken

Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
02.08.2026 10 mal gelesen 0 Kommentare

KI verändert die Personalbeschaffung: Studierende benötigen zusätzliche Fähigkeiten

Beim AIT High-Level Forum „Governance und Führung im Zeitalter der KI“ standen die Anforderungen an junge Menschen beim Eintritt in den Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. Die Veranstaltung wurde vom Asian Institute of Technology in Vietnam und der School of Management gemeinsam organisiert und fand vom 1. bis 8. August statt.

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Nach Einschätzung der Referentinnen und Referenten gewinnen kritisches Denken, Datenanalyse, das Stellen der richtigen Fragen sowie die praktische Anwendung von Wissen an Bedeutung. Technologische Fähigkeiten und kontinuierliches Lernen werden als zentrale Voraussetzungen für die Arbeitswelt im Zeitalter künstlicher Intelligenz beschrieben.

Van Thi Hong Hanh, Personalleiterin von Home Credit, erklärte, dass junge Menschen Wissen überwiegend über Ausbildungsprogramme und die Schulbildung erwerben. Was Bewerber voneinander unterscheide, seien jedoch insbesondere kritisches Denken und Fähigkeiten in der Datenanalyse.

„KI ist stets eng mit Daten verknüpft, von der Datenorganisation bis hin zum Bereinigungsprozess, damit KI-Systeme die Daten effektiv nutzen können. Daher sind technologische und Datenkompetenzen kein Wettbewerbsvorteil mehr, sondern eine zwingende Voraussetzung für die Arbeitskräfte“, analysierte Van Thi Hong Hanh laut Vietnam.vn.

Studierende müssten neben Geschäftsmodellen und Denkweisen auch Technologie und Daten verstehen. Gleichzeitig sei eine neugierige und wissbegierige Haltung erforderlich, da sich das Arbeitsumfeld rasch verändere und zunehmend auf die Anwendung von KI ausgerichtet werde.

Pham Thi Quy Hien, Personalleiterin von Masan Consumer Holdings, betonte ebenfalls die Bedeutung von Neugier, Offenheit und Anpassungsbereitschaft. Lernen sei demnach erst dann besonders sinnvoll, wenn erworbenes Wissen in der Praxis angewendet werde und nicht auf die Theorie beschränkt bleibe.

„Die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen, ist entscheidend für die kontinuierliche Weiterentwicklung und den Fortschritt im Beruf und im Studium“, so Pham Thi Quy Hien laut Vietnam.vn.

Die Gesprächsteilnehmer verwiesen außerdem auf die Auswirkungen der KI auf Arbeitsplätze und Unternehmensstrukturen. Van Thi Hong Hanh zufolge treibt KI den Stellenabbau oder die Abschaffung bestimmter Positionen in Unternehmen voran. Führungskräfte und Personalverantwortliche müssten deshalb organisatorische Veränderungen vorhersehen, die künftige Entwicklung von Arbeitsplätzen erkennen und Rollen an neue Gegebenheiten anpassen.

Für Weiterbildungs- und Umschulungsprogramme sei ein langfristiger und zielgruppenspezifischer Ansatz notwendig. Die Auswirkungen von KI seien für einzelne Gruppen unterschiedlich, weshalb ein einziges Schulungsprogramm nicht für alle Beschäftigten geeignet sei.

„Programme zur Verbesserung und Umschulung von Fähigkeiten müssen langfristig angelegt und speziell auf die jeweilige Gruppe der Beschäftigten zugeschnitten sein, da die Auswirkungen von KI auf die einzelnen Gruppen unterschiedlich sind; ein einziges Schulungsprogramm kann nicht für alle angewendet werden“, schlug Van Thi Hong Hanh laut Vietnam.vn vor.

Santhosh Mahendiran, Leiter der Abteilung Daten und Analysen bei Techcombank, verwies darauf, dass Führungskräfte nicht den Anspruch erheben könnten, alle Antworten zu kennen. Die Einsicht, dass es keine fertigen Lösungen gebe, sei keine Schwäche, sondern ein Ansporn, weiter zu suchen, zu lernen und sich an Veränderungen anzupassen.

„Kontinuierliches Lernen sollte für jeden Einzelnen als zwingende Voraussetzung angesehen werden; es ist unerlässlich, den eigenen Fortschritt regelmäßig zu überprüfen und täglich dazuzulernen“, sagte Santhosh Mahendiran laut Vietnam.vn.

Neben Technologie- und Fachkompetenzen wurde auch Empathie als wichtige Führungseigenschaft hervorgehoben. Pham Thi Quy Hien zufolge müssen Führungskräfte koordinieren, steuern und Orientierung geben, wenn KI auf allen Ebenen und in verschiedenen Abteilungen verstärkt eingesetzt wird.

Viele Mitarbeitende erlebten Angst, Erschöpfung und Druck, wenn sie die schnelle Einführung von KI in anderen Abteilungen beobachteten. Führungskräfte müssten deshalb die Emotionen und Bedenken ihrer Teams wahrnehmen und verstehen, angemessene Unterstützung leisten und die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen fördern.

„Empathie geht über bloßes Mitgefühl hinaus; sie umfasst auch die Fähigkeit zuzuhören, anzuleiten, eine klare Richtung vorzugeben und das Team zu motivieren, gemeinsam voranzukommen“, betonte Pham Thi Quy Hien laut Vietnam.vn.

Infobox – wichtigste Erkenntnisse:

  • Kritisches Denken und Datenanalyse gelten als entscheidende Unterscheidungsmerkmale von Bewerbern.
  • Technologische und Datenkompetenzen werden als zwingende Voraussetzung für die Arbeitskräfte beschrieben.
  • Studierende sollen Wissen praktisch anwenden und die richtigen Fragen stellen können.
  • Weiterbildungs- und Umschulungsprogramme müssen langfristig und auf einzelne Beschäftigtengruppen zugeschnitten sein.
  • Kontinuierliches Lernen und regelmäßige Fortschrittskontrolle werden als zwingend notwendig bezeichnet.
  • Empathie soll Führungskräften helfen, Ängste, Erschöpfung und Druck in den Teams zu erkennen und die Zusammenarbeit zu stärken.

Quelle: Vietnam.vn

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