Preply-CEO verrät zentrale Frage im Bewerbungsgespräch

KI-generiert
29.09.2026 8 mal gelesen 0 Kommentare

Preply-CEO erklärt, welche Bewerberfrage besonders viel verrät

Kirill Bigai, CEO des Sprachlern-Start-ups Preply, widmet nach eigenen Angaben derzeit 50 Prozent bis 60 Prozent seiner Zeit der Personalbeschaffung. Gegenüber Business Insider Deutschland erklärte er, dass der schnelle Ausbau des Unternehmens den Aufbau des Teams zu einer zentralen Führungsaufgabe mache.

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Preply wurde 2012 von Bigai mitbegründet und beschäftigt mehr als 800 Mitarbeiter. Das Unternehmen wurde im Januar mit 1,2 Milliarden Dollar (rund 1,02 Milliarden Euro) bewertet und listet auf seiner Website 118 offene Stellen auf. Gesucht werden unter anderem Führungskräfte im technischen Bereich sowie Mitarbeiter für die Entwicklung von Architekturen und Agenten und für die KI-Forschung.

Bigai hat nach eigener Aussage einen strukturierten Interviewprozess entwickelt. „Ich habe mein eigenes Drehbuch“, sagte der CEO. Eine zentrale Frage lautet, warum ein Bewerber seine derzeitige Stelle verlässt und was er sich von seiner nächsten beruflichen Station erhofft.

„Lauft ihr vor etwas davon oder auf etwas zu?“

Nach Einschätzung des Preply-Chefs geben Bewerber auf die Frage nach ihrem Weggang häufig zunächst eine vorbereitete Antwort. Erst durch Nachfragen werde deutlicher, wie sie ihre berufliche Entscheidung einordnen. Bigai achte dabei darauf, ob Bewerber Verantwortung für ihre Entscheidung übernehmen oder ihrem Vorgesetzten, ihrem Unternehmen oder dem Markt die Schuld geben.

Für Preply sei außerdem entscheidend, ob Kandidaten über ihre Ambitionen und über das sprechen, was sie beweisen wollen. Wenn Bewerber etwas suchten, das Preply nicht anbieten könne, sollten beide Seiten dies möglichst bereits im Vorstellungsgespräch erkennen und nicht erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Zusätzlich fragt Bigai nach dem Verhältnis zu früheren Vorgesetzten. Dabei interessiert ihn, wie die Zusammenarbeit verlief und welche Stärken der frühere Vorgesetzte beim Bewerber hervorheben würde.

  • Warum verlässt der Bewerber seine derzeitige Stelle?
  • Was soll die nächste berufliche Station bieten?
  • Übernimmt die Person Verantwortung für die eigene Entscheidung?
  • Welche Beziehung bestand zum früheren Vorgesetzten?
  • Welche Stärken würde dieser frühere Vorgesetzte nennen?

Je nach Position setzt Bigai außerdem verhaltensorientierte Interviewfragen ein. Bewerber sollten ihre Antworten nach dem STAR-Modell strukturieren und dabei eine Situation, eine Aufgabe, eine Maßnahme und ein Ergebnis darstellen.

Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Quelle ist Business Insider Deutschland. Im Mittelpunkt von Bigais Interviewprozess stehen die Gründe für den geplanten Jobwechsel, die beruflichen Ziele der Bewerber und deren Umgang mit Verantwortung.

Preply sucht Ehrgeiz, Mut und Teamfähigkeit

Nach Angaben von Bigai stellt Preply Mitarbeiter grundsätzlich auf Grundlage von 10 Kernprinzipien ein. Diese Prinzipien sind den drei Kategorien Ehrgeiz, Mut und Zusammenarbeit zugeordnet.

Ehrgeiz beschreibt auf der Website von Preply den Wunsch, die Welt zu verändern, verbunden mit einer Leidenschaft für die eigene Arbeit. Das Konzept des Unternehmens wurde durch Bigais eigenes Bestreben inspiriert, Englisch zu lernen. Preply arbeitet mit über 150.000 Tutoren zusammen, die mehr als 90 Sprachen sprechen.

Mit Mut verbindet Bigai vor allem die Umsetzung. Dazu gehörten schnelles Handeln, die Priorisierung der richtigen Aufgaben, Aufmerksamkeit für Details und die pünktliche Abgabe von Arbeit. Bei der Zusammenarbeit gehe es um ein respektvolles Umfeld und darum, dass sich die Mitarbeiter gegenseitig an hohen Standards messen.

Kategorie Nach Angaben von Preply beziehungsweise Kirill Bigai
Ehrgeiz Die Welt verändern wollen und Leidenschaft für die Arbeit zeigen
Mut Schnell handeln, Aufgaben priorisieren, auf Details achten und Arbeit pünktlich abliefern
Zusammenarbeit Ein respektvolles Umfeld schaffen und hohe Standards einhalten

Nach einer getroffenen Entscheidung sollen Mitarbeiter eine „Wachstumsmentalität“ annehmen und „widersprechen und sich dann darauf einlassen“. Diese Führungsphilosophie, die laut dem Artikel von Jeff Bezos populär gemacht wurde, bedeutet, eine Entscheidung vollständig zu unterstützen, auch wenn man ihr zunächst nicht zugestimmt hat.

„Wir wollen uns gegenseitig offen herausfordern und eine Kultur schaffen, in der jeder jeden herausfordern kann“

Damit verbindet Bigai offene Diskussionen mit einer klaren gemeinsamen Umsetzung. Bewerber sollten demnach nicht nur fachliche Eignung zeigen, sondern auch erkennen lassen, wie sie mit Ambitionen, Verantwortung, Widerspruch und Zusammenarbeit umgehen.

Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Preply ordnet seine 10 Kernprinzipien den Kategorien Ehrgeiz, Mut und Zusammenarbeit zu. Von Mitarbeitern werden unter anderem ambitioniertes Handeln, verlässliche Umsetzung, respektvolle Zusammenarbeit und die Unterstützung gemeinsamer Entscheidungen erwartet.

Quellen:

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