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Deutschland verpasst die Top 10 im globalen Ranking der KI-Fachkräfte
Deutschland liegt in einem globalen Ranking der Länder mit den besten KI-Fachkräften auf Platz elf. Das Land erreicht dabei eine Bewertung von 8,06 von zehn möglichen Punkten und könnte zugleich vor einem erheblichen Mangel an qualifizierten Beschäftigten im Bereich der Künstlichen Intelligenz stehen.
Wie OnlineMarketing.de berichtet, werden in Deutschland bis 2027 voraussichtlich 70 Prozent der KI-Stellen unbesetzt bleiben. Der erwartete Fachkräftemangel trifft auf eine wachsende Bedeutung von KI in Unternehmen: Bereits 40,9 Prozent der Unternehmen setzen KI in ihren Geschäftsprozessen ein. Das entspricht einem Anstieg von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr; weitere 18,9 Prozent der befragten Unternehmen planen, KI in den nächsten Monaten einzuführen.
Für das Ranking analysierten Expert:innen von Teamed globale Daten. Berücksichtigt wurden unter anderem Investitionen, die Nachfrage nach Fachkräften, Forschungsleistungen und Patente. Die Auswahl der Länder basierte auf der Verfügbarkeit von Daten, weshalb unter anderem China trotz seiner starken Position im KI-Bereich nicht berücksichtigt wurde.
| Rang | Land | Bewertung |
|---|---|---|
| 1 | Vereinigte Staaten | 9,18 von zehn Punkten |
| 2 | Indien | 9,03 von zehn Punkten |
| 3 | Kanada | 8,89 Punkte |
| 4 | Vereinigtes Königreich | 8,85 Punkte |
| 5 | Israel | 8,43 Punkte |
| 6 | Singapur | 8,34 Punkte |
| 11 | Deutschland | 8,06 von zehn möglichen Punkten |
Deutschland kann insbesondere bei den KI-Innovationen punkten. Laut OnlineMarketing.de wurden hierzulande 628 KI-Patente angemeldet, während das Vereinigte Königreich auf 406 Patente kommt. Die Analyst:innen sehen darin einen Schwerpunkt Deutschlands bei der Kommerzialisierung von KI-Technologien.
Im Gesamtranking liegt Deutschland dennoch hinter dem Vereinigten Königreich. Als Gründe nennt der Bericht geringere Investitionen in KI-Startups sowie weniger relevante Beiträge zu Open-Source-KI. Finnland erzielt exakt die gleiche Punktzahl wie Deutschland.
- Deutschland: 628 KI-Patente
- Vereinigtes Königreich: 406 KI-Patente
- Investitionen in KI-Startups in Kanada: 3.072 Millionen Dollar
- Investitionen in KI-Startups in Deutschland: 4.188 Millionen Dollar
Infobox: Deutschland erreicht Platz elf mit 8,06 von zehn möglichen Punkten. Die Stärken liegen bei KI-Patenten und der Kommerzialisierung, während geringere Startup-Investitionen und weniger relevante Open-Source-KI-Beiträge den Abstand zum Vereinigten Königreich vergrößern.
Vereinigte Staaten führen das Ranking an
Den ersten Platz belegen die Vereinigten Staaten mit 9,18 von zehn Punkten. Das Land gilt laut den Analyst:innen als weltweit führend im KI-Bereich und erreicht seine Position vor allem durch hohe Investitionen in KI-Startups und generative KI.
Die Investitionen der Vereinigten Staaten in KI-Startups belaufen sich auf 180.305 Millionen US-Dollar. Für generative KI werden 52.843 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Gleichzeitig verweisen die Analyst:innen auf eine geringere Konzentration von KI-Fachkräften als in Indien, Kanada und Israel.
Indien folgt mit 9,03 von zehn Punkten auf Platz zwei. Ausschlaggebend sind der höchste KI-Einstellungsindex und einer der höchsten Anteile an KI-Stellenanzeigen. Kanada erreicht mit 8,89 Punkten den dritten Rang, unterstützt durch eine hohe Konzentration an KI-Fachkräften, eine starke Nachfrage nach Arbeitskräften und eine der weltweit höchsten Übergangsraten von der Software- zur KI-Branche.
Obwohl Kanada mit 3.072 Millionen Dollar weniger in KI-Startups investiert als Deutschland mit 4.188 Millionen Dollar, landet das Land im Ranking weiter vorn. Die größere Nachfrage nach Arbeitskräften und die höhere Konzentration an Fachpersonal werden als Gründe für die bessere Platzierung genannt.
Auf Platz vier liegt das Vereinigte Königreich mit 8,85 Punkten. Israel folgt auf Platz fünf mit 8,43 Punkten, Singapur erreicht mit 8,34 Punkten den sechsten Platz. Schweden belegt Platz sieben, Südkorea Platz acht; Australien und Frankreich liegen vor Deutschland.
Infobox: Die Vereinigten Staaten führen das Ranking mit 9,18 von zehn Punkten an. Indien und Kanada folgen auf den Plätzen zwei und drei; bei der Platzierung spielen neben Investitionen auch Fachkräfteangebot, Einstellungsindex und Nachfrage eine zentrale Rolle.
Globaler Wettbewerb um KI-Fachkräfte verschärft sich
Der Bericht beschreibt den Wettbewerb um qualifizierte KI-Fachkräfte als zunehmend globales Problem. Tom Price-Daniel, Mitbegründer bei Teamed, weist darauf hin, dass Unternehmen in Ländern wie Großbritannien die benötigten Fachkräfte vor Ort häufig nicht finden.
„Die internationale Personalbeschaffung eröffnet zwar einen viel größeren Talentpool, doch genau hier wird es kompliziert. Jedes Land hat seine eigenen Vorschriften in Bezug auf Beschäftigung, Lohnabrechnung, Steuern und Sozialleistungen, und diese Systeme wurden nicht wirklich für Unternehmen konzipiert, die grenzüberschreitend Personal einstellen.“
Nach Einschätzung von Tom Price-Daniel ist die Suche nach der passenden Person nur ein Teil der Aufgabe. Unternehmen benötigen demnach zusätzlich eine geeignete Infrastruktur, um Personal international einzustellen und zu beschäftigen. Ohne diese Grundlage könne sich die globale Personalbeschaffung wie der Bau eines Hauses ohne Fundament anfühlen.
Für Deutschland verschärft sich die Situation durch den erwarteten Anteil unbesetzter KI-Stellen bis 2027. Gleichzeitig steigt die Zahl der Unternehmen, die KI bereits einsetzen oder deren Einführung planen.
- KI wird bereits von 40,9 Prozent der Unternehmen in Geschäftsprozessen eingesetzt.
- Die Nutzung ist gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent gestiegen.
- Weitere 18,9 Prozent der befragten Unternehmen planen eine Einführung in den nächsten Monaten.
- Bis 2027 könnten in Deutschland 70 Prozent der KI-Jobs unbesetzt bleiben.
Infobox: Der internationale Wettbewerb beschränkt sich nicht auf die Suche nach Fachkräften. Auch Beschäftigung, Lohnabrechnung, Steuern und Sozialleistungen müssen bei grenzüberschreitender Personalbeschaffung berücksichtigt werden.
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