Inhaltsverzeichnis:
Vier Prüfkriterien für Bewerber mit 15–20 Punkten
Bewerber mit 15–20 Punkten sollten bei der Wahl ihrer Hochschule nicht nur auf die Zulassungschance achten. Laut Vietnam.vn beziehungsweise dem zugrunde liegenden Beitrag von VTV.vn garantiert die Zulassung zur Universität nicht automatisch einen Arbeitsplatz.
Arbeitgeber legen dem Bericht zufolge zunehmend Wert auf praxisnahe Projekte, Nebenjobs und praktische Erfahrungen während des Studiums. Der Name der Hochschule oder der angestrebte Abschluss stehe bei der Bewertung von Lebensläufen nicht mehr unbedingt im Mittelpunkt.
Ha Phan, CEO von JobUp, erklärte in der Talkshow „Den richtigen Einstiegsweg oder den Weg mit Job-Ausstieg wählen?“, dass ihr Unternehmen jährlich über 6.000 Bewerbungen erhält. Personalverantwortliche suchten vor allem Mitarbeiter, die praxisorientiert seien und reale Probleme unmittelbar lösen könnten.
„Personalvermittler suchen stets nach praxisorientierten Mitarbeitern, die sofort einsatzbereit sind, und nicht nach solchen, die zwar theoretisch begabt sind, aber keine Erfahrung mit realen Problemen haben.“
Als Beispiel wird Le Quang Vu genannt, ein ehemaliger Student des FPT Polytechnic, der derzeit als Technologiedirektor bei GX Digital sowie als Technologiemanager bei Vinschool tätig ist. Er berichtet, dass ihm praktische Erfahrungen während des Studiums geholfen hätten, seine Fähigkeiten schnell zu entwickeln und selbstbewusst in den Arbeitsmarkt einzusteigen.
In seiner über zehnjährigen Berufserfahrung bei verschiedenen Großunternehmen wie Vingroup sei er laut dem Bericht nie wegen seines Hochschulabschlusses abgelehnt worden. Arbeitgeber hätten vielmehr seine Fähigkeit bewertet, reale Probleme zu lösen.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse:
- Die Zulassung zur Universität garantiert nicht automatisch einen Arbeitsplatz.
- JobUp erhält jährlich über 6.000 Bewerbungen.
- Praxisnahe Projekte, Nebenjobs und praktische Erfahrungen spielen bei Bewerbungen eine wichtige Rolle.
- Le Quang Vu verweist auf über zehn Jahre Berufserfahrung bei verschiedenen Großunternehmen.
1. Praxisbezug und Kontakte zu Unternehmen prüfen
Das erste Kriterium betrifft die praktische Ausrichtung der Ausbildung. Bewerber sollten bereits vor der Bekanntgabe der Zulassungsergebnisse prüfen, welche Kontakte eine Hochschule zu Unternehmen unterhält und wie eng das Ausbildungsprogramm mit der beruflichen Praxis verbunden ist.
Ein praxisnahes Umfeld kann jungen Menschen ermöglichen, bereits im ersten Jahr Erfahrungen zu sammeln. Diese Erfahrungen sollen später im Lebenslauf präsentiert und Personalverantwortlichen selbstbewusst vermittelt werden.
Der Bericht stellt die praktische Ausbildung als wichtigen Ausgangspunkt für Kandidaten dar, die zwischen 15 und 20 Punkten erreicht haben. Nicht allein die Punktzahl, sondern die Möglichkeit, während der Ausbildung an realen Aufgaben zu arbeiten, soll für die spätere berufliche Entwicklung entscheidend sein.
Infobox – wichtig: Bewerber sollten die Unternehmensnetzwerke der Hochschule und den Praxisanteil des Ausbildungsprogramms prüfen, bevor sie sich endgültig entscheiden.
2. Umgang mit KI und neuen Technologien bewerten
Das zweite Kriterium ist die technologische Aktualität der Ausbildung. Die Entwicklung künstlicher Intelligenz verändert laut dem Bericht die Anforderungen in der Personalbeschaffung. In Stellenbeschreibungen für Wirtschaftswissenschaften, Marketing, Design und Technologie werde inzwischen häufig der Einsatz von KI-Tools zur Leistungsoptimierung verlangt.
Ein fortschrittliches Lernumfeld integriert neue Technologien demnach in Aufgaben und zentrale Kursmodule. Dr. Vu Chi Thanh, Rektor des FPT Polytechnic College, betonte, dass der Einsatz von KI in Verbindung mit dem Flipped-Classroom-Modell Studierenden dabei helfe, sich von Fragestellern zu Experten und Anwendern dieses Werkzeugs zu entwickeln.
„Der Einsatz von KI in Verbindung mit dem Flipped-Classroom-Modell hilft den Studierenden, von Fragestellern zu Experten und Anwendern dieses Werkzeugs zu werden.“
Bewerber sollten deshalb prüfen, ob der Lehrplan regelmäßig an den neuesten Stand der Technik angepasst wird. Die frühzeitige Beherrschung moderner Werkzeuge könne jungen Bewerbern einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Infobox – wichtig: Entscheidend ist, ob KI und neue Technologien nicht nur erwähnt, sondern in Aufgaben und Kernmodule der Ausbildung integriert werden.
3. Studienfach an der Nachfrage des Arbeitsmarkts ausrichten
Das dritte Kriterium betrifft die Wahl des Studienfachs. Nach Angaben von Vietnam.vn sollten Bewerber den Beschäftigungszyklus zum Zeitpunkt ihres Studienabschlusses berücksichtigen und prüfen, ob das gewünschte Fach den aktuellen Anforderungen des Arbeitsmarkts entspricht.
Als Bereiche mit Fachkräftemangel nennt der Bericht Ingenieurwesen und Technologie, darunter Chips, Halbleiter und Automatisierung, außerdem Logistik, Sprachen sowie Tourismus und Gastgewerbe. Ein passendes Studienfach mit hoher Nachfrage und praktischer Ausrichtung könne die beruflichen Chancen verbessern.
Von einer Entscheidung für ein unpassendes Fach allein mit dem Ziel, einen Hochschulabschluss zu erwerben, wird abgeraten. Dies könne zu Zeitverschwendung führen und später eine berufliche Neuorientierung erforderlich machen.
| Genannte Bereiche | Im Bericht beschriebene Situation |
|---|---|
| Ingenieurwesen und Technologie | Fachkräftemangel, darunter Chips, Halbleiter und Automatisierung |
| Logistik | Fachkräftemangel |
| Sprachen | Fachkräftemangel |
| Tourismus und Gastgewerbe | Fachkräftemangel |
Infobox – wichtig: Die Wahl des Studienfachs sollte sich an der Arbeitsmarktnachfrage und an der praktischen Anwendbarkeit orientieren.
4. Kosten und Ausbildungsdauer abwägen
Das vierte Kriterium ist die finanzielle und zeitliche Belastung. Bildung wird im Bericht als bedeutende Investition in die Zukunft beschrieben, bei der Familien die praktische Sinnhaftigkeit und die Finanzierbarkeit abwägen sollten.
Für Familien mit durchschnittlichem Einkommen könne ein vier- bis fünfjähriges Studium in Großstädten eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen. Gleichzeitig garantiere diese Investition keine sofortige Arbeitsstelle.
Le Quang Vu verweist mit Blick auf die finanziellen Herausforderungen seines eigenen Werdegangs auf ein praxisorientiertes Ausbildungsmodell von etwa zwei Jahren. Dieses sei für junge Menschen geeignet, die frühzeitig finanziell unabhängig werden und ihre Familien entlasten möchten.
Nach beruflicher Etablierung und finanzieller Unabhängigkeit könne ein weiterführendes Studium oder ein MBA leichter realisiert werden. Dann stehe laut dem Bericht eher die Verbesserung von Managementfähigkeiten im Mittelpunkt und nicht der Druck, Abschlüsse zu erwerben, um eine Arbeitsstelle zu finden.
| Aspekt | Angabe aus dem Bericht |
|---|---|
| Studium in Großstädten | vier- bis fünfjähriges Studium |
| Praxisorientiertes Ausbildungsmodell | etwa zwei Jahre |
Infobox – wichtig: Familien sollten Ausbildungsdauer, Kosten und den möglichen Zeitpunkt der finanziellen Unabhängigkeit gemeinsam bewerten.
Praktische Fähigkeiten als Grundlage für den Berufseinstieg
Die in dem Beitrag behandelte Talkshow befasst sich mit der Frage, wie Bewerber einen kostengünstigen Studiengang und eine passende Universität auswählen können, ohne die späteren Beschäftigungschancen aus dem Blick zu verlieren. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die übermäßige Konzentration auf ein „mittleres“ Ergebnis, sondern die sorgfältige Prüfung der Ausbildungsbedingungen.
Die Eingangspunktzahl bestimmt dem Bericht zufolge lediglich den Ausgangspunkt. Lernbereitschaft, praktisches Denken und Anpassungsfähigkeit seien dagegen entscheidende Kriterien für die spätere Position eines Mitarbeiters.
Für Bewerber mit 15–20 Punkten empfiehlt der Beitrag daher ein Umfeld, das praktische Anwendung betont, technologieorientiert ist und enge Verbindungen zu Unternehmen pflegt. Auf diese Weise könne das aktuelle Ergebnis in eine solide Karriereplattform umgewandelt werden.
Infobox – Fazit laut Vietnam.vn und VTV.vn: Bewerber sollten Praxisbezug, technologische Aktualität, Arbeitsmarktnachfrage sowie Ausbildungszeit und -kosten prüfen. Die Punktzahl ist der Ausgangspunkt; praktische Fähigkeiten, Lernbereitschaft und Anpassungsfähigkeit werden als entscheidend für die weitere berufliche Entwicklung beschrieben.
Quellen:














