Recruiting neu gedacht: Basketball und KI verändern die Talentsuche

KI-generiert
05.08.2026 248 mal gelesen 3 Kommentare

Recruiting ohne klassische Bewerbung: Basketball ersetzt das Gespräch

Tom Niehaus rekrutiert Talente für die Stadtwerke Düsseldorf und setzt dabei auf ungewöhnliche Begegnungen. Statt Bewerberinnen und Bewerber ausschließlich über Anschreiben, Lebenslauf und klassische Gespräche kennenzulernen, trifft er künftige Auszubildende auf dem Basketballfeld oder organisiert Fußballturniere für Interessierte.

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Wie Business Insider Deutschland berichtet, ist Niehaus 23 Jahre alt. Gemeinsam mit Stepstone kürte das Medium ihn zu einem der „30 unter 30 Recruiting Rebels“.

Im Mittelpunkt seines Ansatzes steht die persönliche Begegnung in einem weniger formellen Umfeld. Ein Anschreiben und eine klassische Bewerbung seien für die Teilnahme an diesen Aktivitäten nicht nötig. Dadurch sollen Interessierte die Möglichkeit erhalten, sich über gemeinsame Aktivitäten und ihre Motivation zu zeigen.

Für Niehaus ist der perfekte Lebenslauf weniger ausschlaggebend als die Motivation einer Person. Besonders wichtig sei ihm, Kandidatinnen und Kandidaten mit Stellen zu verbinden, die zu ihnen passen.

„Der perfekte Lebenslauf sei für Niehaus weniger ausschlaggebend als die Motivation.“

Infobox: Tom Niehaus, 23 Jahre, rekrutiert für die Stadtwerke Düsseldorf. Sein Ansatz: Basketball und Fußball als Wege, künftige Auszubildende ohne Anschreiben und klassische Bewerbung kennenzulernen. Quelle: Business Insider Deutschland.

Social Recruiting mit KI soll kalkulierbarer werden

iBusiness.de widmet sich der Frage, wie Social Recruiting durch den Einsatz künstlicher Intelligenz kalkulierbarer werden kann. Der Beitrag ist unter dem Titel „Wie Social Recruiting mit KI erst kalkulierbar wird“ veröffentlicht.

Im sichtbaren Inhalt wird Recruiting im Zusammenhang mit einem hohen Bedarf an KI-Fachkräften aufgegriffen. Dabei steht die Frage im Raum, wie Unternehmen und Agenturen ihre Recruiting-Aktivitäten in einem zunehmend digital geprägten Umfeld gezielter steuern können.

Der Beitrag ist als Premium-Artikel gekennzeichnet. Laut iBusiness.de können Basis-Mitglieder den Artikel am Erscheinungstag kostenfrei abrufen, wenn sie angemeldet sind oder sich registrieren.

Im Umfeld des Beitrags verweist iBusiness.de außerdem auf Themen wie künstliche Intelligenz, Social Media, Marketing und Daten. Ein weiterer angekündigter Schwerpunkt ist der Vortrag „Daten als industrieller Wirtschaftsfaktor“ im Rahmen der „Daten & KI 26“ am 08.09.26 um 09:00 Uhr.

In diesem Vortrag soll es um Maschinen-, Prozess-, Produkt- und Servicedaten sowie um zusätzliche Wertschöpfung durch deren Nutzung gehen. Genannt werden außerdem Datenräume, Industrial AI, Digitale Zwillinge, Verwaltungsschale (AAS), OPC UA und unternehmensübergreifende Datenökosysteme.

Infobox: iBusiness.de behandelt Social Recruiting mit KI und die Frage nach einer besseren Kalkulierbarkeit. Im begleitenden Veranstaltungsumfeld werden Daten, Industrial AI und datenbasierte Geschäftsmodelle thematisiert. Quelle: iBusiness.de.

Quellen:

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Ich finde den Ansatz mit Basketball und Fußball ehrlich gesagt ziemlich spannend, gerade bei Ausbildungsstellen. Viele Jugendliche können in einem klassischen Bewerbungsgespräch einfach nicht zeigen, was in ihnen steckt, weil sie nervös sind oder noch gar nicht wissen, wie man sich professionell verkauft. Auf dem Spielfeld merkt man vielleicht eher, ob jemand fair bleibt, kommuniziert, Verantwortung übernimmt oder nach einem Fehler weitermacht. Das sind ja Eigenschaften, die im Arbeitsalltag mindestens genauso wichtig sein können wie ein glatt formulierter Lebenslauf.

Trotzdem sollte man aufpassen, dass aus dem lockeren Kennenlernen nicht einfach ein anderes Auswahlverfahren wird, bei dem am Ende wieder nur bestimmte Persönlichkeitstypen punkten. Nicht jeder spielt gern Basketball oder fühlt sich bei solchen Aktionen wohl. Manche sind sportlich eingeschränkt, andere haben mit Teamsport wenig am Hut oder kommen aus einem Umfeld, in dem solche Veranstaltungen eher abschreckend wirken. Deshalb wäre es wichtig, mehrere Wege anzubieten und niemanden indirekt auszusortieren, nur weil er auf dem Feld nicht glänzt.

Bei der KI im Social Recruiting bin ich etwas zwiegespalten. Daten können natürlich helfen herauszufinden, welche Kampagnen funktionieren und wo sich passende Bewerber tatsächlich erreichen lassen. Gerade wenn viele Unternehmen um dieselben Fachkräfte konkurrieren, ist es sinnvoll, nicht einfach blind Anzeigen zu schalten. Aber „kalkulierbarer“ darf nicht bedeuten, dass Menschen nur noch anhand von Klicks, Profilen und Wahrscheinlichkeiten bewertet werden. Am Ende bewirbt sich kein Datensatz, sondern eine Person mit Stärken, Unsicherheiten und manchmal auch einem ungewöhnlichen Lebenslauf.

Ich glaube, die beste Lösung wäre eine Kombination aus beidem: digitale Werkzeuge für die Ansprache und Auswertung, aber echte Begegnungen bei der Entscheidung. KI kann vermutlich sagen, wo man suchen sollte, aber nicht zuverlässig, ob jemand in ein Team passt oder ob eine Person nach einer guten Einarbeitung richtig aufblüht. Gerade bei jungen Bewerbern sollte man außerdem nicht erwarten, dass sie schon ein perfekt optimiertes Online-Profil besitzen. Sonst wird aus Recruiting neu gedacht am Ende doch nur Recruiting mit neuen Filtern.

Insgesamt gefällt mir, dass hier nicht ausschließlich auf Noten und Bewerbungsroutine geschaut wird. Unternehmen müssen sich schließlich auch selbst fragen, wie sie auf junge Menschen wirken und ob sie überhaupt verständlich erklären, was die Arbeit dort interessant macht. Ein Basketballspiel ersetzt sicher nicht jede Prüfung, aber als Türöffner ist die Idee meiner Meinung nach ziemlich gut. Wenn danach noch fair, transparent und ohne KI-Autopilot entschieden wird, könnte daraus tatsächlich ein sinnvollerer Weg in den Beruf werden.

Datenfänger_auf_Ausbildungssuche
Spannend find ich vorallem das junge Bewerber so überhaupt erstmal ohne Anschreiben reinkommen, aber hoffentlich zählt beim Basketball nicht am ende doch nur wer am sportlichsten ist und die KI macht dann noch ihre geheimen Punkte dazu.
Bei der Diskussion fehlt mir noch die Frage, wie solche Aktionen langfristig ausgewertet werden. Ein einzelnes Turnier kann einen guten ersten Eindruck liefern, aber ob jemand wirklich zur Ausbildung passt, zeigt sich wohl erst über mehrere Gespräche und eine faire Probephase. Gerade bei der KI sollte außerdem offen erklärt werden, welche Daten überhaupt genutzt werden – sonst entsteht schnell Misstrauen.
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